Unisextarife haben unerwünschte Folgen Image
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Ein Beispiel sind die ab dem 21. Dezember 2012 vorgeschriebenen Unisextarife für Versicherungen. Dass etwa privat krankenversicherte Männer und Frauen künftig trotz unterschiedlicher Risiken die gleichen Prämien zahlen müssen, könnte auch in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Beiträge in die Höhe treiben. Der Grund: Die privaten Versicherer müssen aufgrund der unsicheren Auswirkungen der Einheitstarife vorsichtiger kalkulieren, sodass privater Gesundheitsschutz insgesamt teurer wird. Wenn daraufhin mehr sogenannte Besserverdienende freiwillig in der GKV bleiben, zahlen diese zwar dort den Höchstbeitrag. Doch ihre nicht erwerbstätigen Ehepartner und Kinder, für die in den privaten Kassen eigene Prämien fällig werden, sind bei AOK und Co. beitragsfrei mitversichert. Fallen die zusätzlichen Kosten für diese Familienmitglieder zusammen höher aus als die Beiträge der neuen, zahlenden Versicherten, droht den gesetzlichen Kassen unterm Strich ein Minusgeschäft – und die Beitragssätze steigen.

Berthold Busch, Jochen Pimpertz
EU-Sozialpolitik – Einflüsse auf die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland
IW-Positionen Nr. 54, Köln 2012, 54 Seiten, 11,80 Euro
Versandkostenfreie Bestellung unter: www.iwmedien.de/bookshop

"Nur eine Banken-Rettung kann den Flächenbrand verhindern"
Interviews, 5. Juni 2012

Michael Hüther in der Welt "Nur eine Banken-Rettung kann den Flächenbrand verhindern"Arrow

Die Euro-Krise hat sich mit Macht zurückgemeldet. Spanien gilt als neuer Wackelkandidat. Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Michael Hüther, warnt jedoch davor, das große Land unter den Rettungsschirm zu zwingen. Die Krisenpolitik sollte vielmehr direkt bei den Banken ansetzen. mehr

Trennbankensystem
iwd, Nr. 14 vom 3. April 2014

Trennbankensystem Lock Operation gelungen …Arrow

Die EU will Banken ab einer bestimmten Größenordnung aufspalten. Der eine Teil kümmert sich um den riskanten Handel auf eigene Rechnung, der andere um das solide Kundengeschäft. Das klingt nach des Rätsels Lösung – ist aber juristisch fragwürdig und könnte sogar nach hinten losgehen. mehr

Europäische Bankenunion benötigt Ergänzungen
Gastbeiträge, 4. November 2013

Markus Demary in der Börsen-Zeitung Europäische Bankenunion benötigt ErgänzungenArrow

Europäische Banken sind in der Regel kleiner als US-Banken, schreibt IW-Finanzmarktökonom Markus Demary in der Börsen-Zeitung. Doch übertrifft ihre Bilanzsumme teilweise die Wirtschaftsleistung ihrer Sitzländer, während keine US-Bank größer als ein Achtel des US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukts ist. mehr