ARD-Talkshow „Anne Will“

Richtigstellung in eigener Sache

In der ARD-Sendung „Anne Will“ vom 2. November 2011 zum Thema Mindestlöhne wurden mit Blick auf das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und seinen Direktor Prof. Dr. Michael Hüther Behauptungen aufgestellt, die nicht zutreffend sind. So erklärte Moderatorin Anne Will, Prof. Dr. Hüther habe der Redaktion telefonisch Auskünfte zum Thema Mindestlöhne gegeben. Dabei wurde Prof. Dr. Hüther die Aussage in den Mund gelegt, Mindestlöhne seien kaum schädlich für den Arbeitsmarkt.

Themen

Anne Will Quelle: Michael von Aichberger/Wikimedia

Hierzu stellen wir fest: Dieses Telefonat hat zu keiner Zeit stattgefunden; auch hat sich Prof. Dr. Hüther nicht positiv zum allgemeinen Mindestlohn geäußert. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln und sein Direktor halten nach wie vor daran fest, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze vernichten.

Die Redaktion von „Anne Will“ hat den Fehler eingestanden und eine Richtigstellung angekündigt.

Anne Will zitiert aus dem angeblichen Telefonat nach 1:03 Stunden der Sendung. Zur ARD-Mediathek



Mehr zum Thema

  • iwd

    Mindestlohn: Den Lohnwettbewerb beschränkt

    Im Bauhauptgewerbe hat der Mindestlohn keine Arbeitsplätze vernichtet, sondern heimische Arbeitnehmer vor der ausländischen Konkurrenz bewahrt. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest drei Institute in einer gemeinsamen Studie für das Bundesarbeitsministerium. mehr

  • iwd

    Tarifverträge: Bärendienst für die Beschäftigung

    Die Oppositionsparteien im Bundestag fordern, Tarifverträge verstärkt für allgemeinverbindlich zu erklären. Das aber schwächt nicht nur die Tarifautonomie. mehr

  • iwd

    Mindestlöhne: Versteckte Nebenwirkungen

    Das Bundesarbeitsministerium hat sechs Forschungsinstitute beauftragt zu analysieren, welche Auswirkungen die in vielen Branchen eingeführten Mindestlöhne haben. Aus den Berichten geht hervor, dass sich zwar keine negativen Beschäftigungseffekte nachweisen lassen, die Lohnstruktur aber zum Teil stark eingeebnet wurde – mit unerwünschten Nebenwirkungen. mehr

  • IW-Nachrichten

    Allgemeinverbindlichkeit: Reform stößt auf Bedenken

    Bisher darf ein Tarifvertrag nur dann für allgemein verbindlich erklärt werden, wenn mindestens 50 Prozent der hiervon betroffenen Arbeitnehmer in Unternehmen arbeiten, die den Tarifvertrag anwenden. Da die Tarifbindung oftmals aber nicht mehr die 50-Prozent-Grenze überschreitet, ist das Instrument kaum noch anwendbar. Die Oppositionsparteien schlagen daher vor, die 50-Prozent-Regel zu streichen. mehr

  • iwd

    US-Mindestlöhne: Keine Blaupause für Deutschland

    Die Verfechter eines einheitlichen Mindestlohns sehen in den USA ein nachahmenswertes Vorbild. Doch im Vergleich zu den in Deutschland geforderten 8,50 Euro je Stunde fallen selbst die höchsten US-Mindestlöhne eher moderat aus. mehr

Pressemitteilung - Nr. 39 vom 2. November 2011

Publikationsicon mit PDF - IW-Pressemitteilung.jpg

Informationen für die Medien.

7. Februar 2012, Mindestlöhne in Deutschland

8. November 2011, Welche Folgen hat ein Mindestlohn?

Newsletter: Pressemitteilungen

Medienkontakte

Portrait
Ute Rübesamen
Telefon: 0221 4981-517
 

Portrait
Karl Schawinsky
Telefon: 0221 4981-531