Klima-Weißbuch

Anpassung an den Klimawandel

Die EU-Kommission hat Anfang April 2009 das Weißbuch „Anpassung an den Klimawandel – Ein europäischer Aktionsrahmen“ veröffentlicht. Das Weißbuch folgt dem bereits im Jahre 2007 vorgelegten EU-Grünbuch „Anpassung an den Klimawandel in Europa – Optionen für Maßnahmen der EU“.

Im Unterschied zu Grünbüchern, die als Diskussionspapier gelten, beinhalten die Weißbücher konkrete Maßnahmenvorschläge in bestimmten Politikfeldern und dienen dazu, diese Vorschläge weiterzuentwickeln. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen nationalen, regionalen und lokalen Betroffenheiten will die Europäische Kommission insbesondere dort größeren Einfluss nehmen, wo die Klimafolgen die Grenzen einzelner Mitgliedsländer überschreiten. Das ist beispielsweise bei gemeinsamen Flusseinzugsgebieten und Meeresbecken der Fall. Darüber hinaus sieht die EU-Kommission in bestimmten Sektoren wie Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Fischerei und Biodiversität die Notwendigkeit einer koordinierten Gemeinschaftsaktion. Diese Sektoren sind über den Binnenmarkt und die gemeinsame Politik auf europäischer Ebene eng miteinander verknüpft. Das Weißbuch verfolgt die schrittweise Konkretisierung einer umfassenden EU-Anpassungsstrategie mit dem Ziel der Verbesserung der Widerstandskraft der EU gegenüber dem Klimawandel zur Bewältigung der Klimafolgen. Das Weißbuch schlägt dazu eine phasenorientierte Vorgehensweise vor. In der ersten Phase (2009 bis 2012) wird die Grundlage für eine europaweite Anpassungsstrategie festgelegt, die dann im Rahmen der zweiten Phase, ab 2013, umgesetzt werden soll. Für die erste Phase wurden vier Aktionsschwerpunkte vorgeschlagen. Neben der Schaffung einer Wissensgrundlage zu den Klimafolgen auf EU-Ebene und zu den Kosten und Nutzen möglicher Anpassungsmaßnahmen sollen Anpassungsaspekte in die wesentlichen EU-Politikbereiche wie etwa Land- und Forstwirtschaft integriert werden. Ferner sollen Finanzierungsmechanismen entwickelt und angewendet werden. In diesem Rahmen sollen auch die Anpassungskosten für einschlägige Politikbereiche geschätzt und in künftigen Finanzierungsbeschlüssen berücksichtigt werden. Als letzter Aktionsschwerpunkt wird die Intensivierung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit genannt.www.cep.eu/fileadmin/user_upload/Kurz-Analysen/Klimawandel_Weissbuch/KOM_2009-147_Anpassung_Klimawandel.pdfwww.bmu.de/klimaschutz/anpassung_an_den_klima wandel/doc/42781.php



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