Regierung setzt auf Eigenvorsorge
Die Bundesregierung hat im August 2011 den Aktionsplan Anpassung beschlossen. Das Dokument schließt an die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel aus dem Jahre 2008 an. Sie reagiert damit auf den Befund der Klimaforschung, dass auch in Deutschland mit Klimafolgen gerechnet werden muss.
Themen
Bisher ließ die nationale Anpassungsstrategie an den Klimawandel etwas an Schlagkraft vermissen. Ein Grund war das hohe Abstraktionsniveau. Wer von dem Aktionsplan nun ein konkretes und umfassendes Anpassungsprogramm des Bundes erwartet hat, wird abermals enttäuscht. Dabei sind bundesweit einheitliche Handlungsempfehlungen aufgrund der Komplexität und regionalen Heterogenität der Klimafolgen auch nicht empfehlenswert. Eine der Kernbotschaften des Aktionsplans lautet daher: Eigenvorsorge und Subsidiarität. Unternehmen, Bürger und auch Kommunen können häufig am besten über das Ob und Wie ihrer Anpassung an Klimafolgen entscheiden.
Doch auf welche Folgen sollen sich die Akteure vorbereiten? Mit welcher Sicherheit können wir sie erwarten und wie können wir diese Entwicklungen bewerten? Um handlungsfähig zu sein, müssen Akteure solche Fragen beantworten können, d. h. sie müssen über klimarelevantes Wissen verfügen. Der Aktionsplan schreibt dem Bund vor allem hier eine Schlüsselrolle zu. In dem umfangreichen Kapitel „Wissen bereitstellen“ werden beispielsweise Forschungsvorhaben aufgeführt, die darauf zielen, Klimaveränderungen räumlich und zeitlich besser simulieren zu können. Auch die Entwicklung von Methoden, mit denen die Klimafolgen untersucht und bewertet werden können, soll verstärkt gefördert werden. Seitens des Bundeswirtschaftsministeriums ist beispielsweise geplant, die Wirkungen des Klimawandels auf Infrastruktur und Wertschöpfungsketten exponierter industrieller Produktionen in Deutschland zu untersuchen. Zudem listet der Aktionsplan verschiedene öffentliche Institutionen auf, die Klimainformationen bündeln und vermitteln.
Eine adressatengerechte Aufarbeitung existierender und geplanter Anpassungsaktivitäten ist der Aktionsplan dennoch nicht. Für Unternehmen und andere Akteure sind wichtige Informationen vielfach mit Grundsätzen, Zielen und Absichtserklärungen überlagert. Nur sorgfältige Leser der 93 Seiten erfahren, dass im Bereich Anlagensicherheit eine neue technische Regel für Niederschläge und Hochwasser bevorsteht oder dass auch andere Klimadatennormen (beispielsweise für Wärme- und Feuchteschutz von Gebäuden) überarbeitet werden sollen.
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/aktionsplan_anpassung_klimawandel_bf.pdf
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IW-Nachrichten 16. Mai 2012
KLIMZUG: Klimaprojekt bekommt Preis
Der Klimawandel wird sich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dramatisch verstärken, ließ der Forscherverbund des Club of Rome vergangene Woche verlauten. Die Fördermaßnahme „KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“, die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln begleitet wird, bereitet Deutschland auf den Klimawandel vor. Dafür wurde sie jetzt von der Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. mehr
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Umwelt-Service 12. Februar 2012
Internationale Klimaverhandlungen: Wie geht es weiter nach Durban?
Die internationalen Klimaverhandlungen Anfang Dezember 2011 im südafrikanischen Durban waren in vielen Aspekten entmutigend, doch gab es auch positive Signale. mehr
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IW-Nachrichten 11. Dezember 2011
Klimaverhandlungen: Nichts als lebenserhaltende Maßnahmen
Mit dem Weltklimagipfel in Durban wurde die internationale Klimadiplomatie vor der Erosion bewahrt. Von einem Erfolg kann man aber bei Weitem nicht reden – nicht fürs Klima und nicht für die Wirtschaft. Denn wichtige Wettbewerber wie China und die USA scheren einmal mehr aus. mehr
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iwd 23. November 2011
Klimapolitik: Wohl kein Durchbruch in Durban
Ende November treffen sich die internationalen Klimadiplomaten im südafrikanischen Durban. Erneut geht es darum, ein neues globales Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen. mehr
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IW-Nachrichten 19. September 2011
CCS-Gesetz: Hohe Hürden für Klimaschutz-Technologie
Kohlendioxid dauerhaft unterirdisch lagern und damit die Luft sauber halten – die dazugehörige Technik heißt Carbon Capture and Storage, kurz CCS. Profiteure wären fossile Kraftwerke und Industrieunternehmen in aller Welt – und nicht zuletzt das Klima. Allerdings steht am Freitag das Ja des Bundesrats zum CCS-Gesetz auf der Kippe. mehr
Ansprechpartner
Umwelt-Service - Nr. 4 vom 13. November 2011
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