Viele pendeln für den Job
Noch immer liegt die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland weit über der Westdeutschlands. Doch die Arbeitslosenquote bildet nur einen Teil der Beschäftigungswirklichkeit ab. Denn bezogen auf die Einwohnerzahl haben Ostdeutsche sogar häufiger einen Job als Westdeutsche – weil sie viel häufiger pendeln.
Hamburg ist das wirtschaftliche Kraftzentrum Deutschlands – wenn man die Zahl der Beschäftigten an der der Einwohner im erwerbsfähigen Alter misst: Je 1.000 Einwohner sind dort 667 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Allerdings profitieren nicht nur die Hamburger davon. Denn 150.000 der gut 800.000 Jobs in der Hansestadt haben Schleswig-Holsteiner inne, weitere 90.000 Beschäftigte kommen aus Niedersachsen. Insgesamt besetzen Pendler vier von zehn Jobs in Hamburg. Das ist für Stadtstaaten typisch – auch Bremen und Berlin haben mit 43 bzw. 22 Prozent viele Beschäftigte aus dem Umland.
Weil Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg ihren Einwohnern vergleichsweise wenig Arbeitsplätze bieten, kommen viele Pendler aus diesen Ländern. Dieser Umstand ist jedoch kein Zeichen für eine Wohlstandslücke. Dies trifft vor allem auf die Ost-Länder zu. So gibt es in Sachsen-Anhalt 742.000 Jobs für 1,6 Millionen Einwohner. Von diesen Jobs werden 55.000 von Bewohnern anderer Bundesländer erledigt. Dafür arbeiten jedoch 136.000 Sachsen-Anhalter außerhalb der Landesgrenzen – sie fahren zum Arbeiten etwa nach Niedersachsen und Sachsen.
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Im Ergebnis ist der Anteil der Beschäftigten an den Einwohnern in Ostdeutschland höher als im früheren Bundesgebiet. Nur in Bayern und Baden-Württemberg sind die Bewohner ähnlich aktiv wie im Osten. Mit Abstand am niedrigsten ist die Beschäftigungsquote in Berlin. Dort wohnen allerdings auch viele nicht sozialversicherungspflichtige Selbstständige und Beamte.
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iwd 25. Januar 2012
Arbeitsmarkt im Winter: Vorerst kaum Krisensymptome
In den kommenden Wochen werden die Arbeitslosenzahlen aus saisonalen Gründen wieder deutlich ansteigen und die 3-Millionen-Marke überschreiten. Im Kern ist der deutsche Arbeitsmarkt jedoch gesund. mehr
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IW-Dossiers 30. November 2011
Arbeitslosigkeit – kein unabänderliches Schicksal
Auch wenn die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten wieder steigen dürfte, so darf nicht vergessen werden, dass in den vergangenen Jahren Erfolge erzielt wurden, die auch über die Krise gerettet werden können. Noch im Jahr 2005 wurde die Grenze von 5 Millionen Arbeitslosen überschritten. Kommentatoren und Politiker fragten sich, wann die 6 Millionen erreicht sein würden und verglichen die Lage mit der Endphase der Weimarer Republik. Seitdem hat sich Vieles verbessert; im Jahresdurchschnitt 2007 waren knapp 3,8 Millionen Menschen ohne Arbeit, im Jahr 2008 rund 3,3 Millionen. mehr
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iwd 13. Oktober 2011
Arbeitsmarkt: Robuster Aufwärtstrend
Obwohl die deutsche Konjunktur im kommenden Jahr deutlich abflaut, bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin dynamisch. Der jüngste Aufschwung hat auch neue Jobs für Geringqualifizierte hervorgebracht, die zuvor lange Zeit zu den Verlierern zählten. mehr
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IW-Nachrichten 12. Oktober 2011
Sozialbericht: Arbeit gegen Armut
Die Chance, aus der Armut heraus in höhere Einkommensschichten aufzusteigen, lässt hierzulande zu wünschen übrig – sagt der „Sozialbericht für Deutschland“, der vom Statistischen Bundesamt gemeinsam mit Sozialforschern herausgegeben wird. Wer das ändern will, muss vor allem bei der Arbeitsmarktpolitik ansetzen. Das ergibt eine Untersuchung des IW Köln. mehr
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Kolumnen 23. September 2011
Hans-Peter Klös in der Wirtschaftswoche Global: Die Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten
Dass die Erde eine Scheibe sei, gilt als bestes Beispiel für einen im Mittelalter verbreiteten Irrglauben – und ist doch selber einer. Denn schon da waren die meisten Wissenschaftler von der Kugelgestalt der Erde überzeugt. Das zeigt: Populäre Irrtümer sind nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen. mehr
iwd - Nr. 18 vom 5. Mai 2010
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