Der Bau bremst
Die Investitionen waren in Deutschland im ersten Quartal 2010 insgesamt rückläufig. Der Grund dafür: Der leichten Erholung bei den Ausrüstungsinvestitionen stand ein witterungsbedingter Rückgang der Bauinvestitionen gegenüber.
Im ersten Quartal 2010 hat sich die wirtschaftliche Erholung in Deutschland fortgesetzt, wenngleich nur mit einem moderaten Tempo. Das Bruttoinlandsprodukt lag preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,2 Prozent über dem Wert des vorhergehenden Quartals.
Den Aufwärtstrend gebremst hat vor allem der verhaltene private Konsum; auch von der Außenwirtschaft kamen wenige Impulse. Positive Signale setzten unter anderem Unternehmen, die ihre Lagerbestände aufstockten.
Bei den Investitionen zeigte sich ein gemischtes Bild: Die Ausrüstungsinvestitionen haben sich leicht nach oben bewegt, nachdem die Zahlen im Winterhalbjahr 2008/2009 stark eingebrochen waren und sich dann auf niedrigem Niveau eingependelt hatten. Trotz des Anstiegs im ersten Quartal des Jahres 2010 gegenüber dem Vorquartal (plus 1,6 Prozent) orderten Unternehmen aber immer noch gut 20 Prozent weniger Maschinen und Produktionsanlagen als im Boom vor zwei Jahren. Eine Aufholjagd dürfte nicht stattfinden, da die meisten Betriebe ihre bestehenden Kapazitäten in diesem Jahr kaum auslasten werden.
Deutlich zurückgegangen sind im ersten Quartal 2010 die Bauinvestitionen. Das Krisenjahr 2009 hatten sie noch relativ gut überstanden – dank der damals noch recht guten Finanzlage der Kommunen und der Konjunkturprogramme, die den öffentlichen Investitionen ordentlich Auftrieb verschafft haben. Der strenge Winter zu Beginn dieses Jahres verpasste der Bauwirtschaft allerdings einen gehörigen Dämpfer. Unterm Strich dürften die Bauinvestitionen aufgrund von Nachholeffekten im Jahr 2010 jedoch leicht zulegen.
Themen
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iwd 21. Dezember 2011
Baustoffindustrie: Auf sicherem Grund
Die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise haben viele Industriebranchen in Deutschland ins Wanken gebracht, da sie stark in die internationale Arbeitsteilung eingebunden sind und vom Exportgeschäft leben. Die Baustoffindustrie dagegen zeigt sich von den Nachwehen der Krise im Vergleich weniger betroffen. mehr
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iwd 18. August 2011
Wohnungsbau: Belebung in den Ballungszentren
Nach einer langen Talfahrt wurden zuletzt wieder mehr Baugenehmigungen erteilt. Vor allem in großen Städten wie Berlin und Hamburg ist die Auftragslage in der Bauindustrie ausgesprochen gut. Fern der Zentren ist davon jedoch kaum etwas zu spüren. mehr
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Pressemitteilung 16. August 2011
Bautätigkeit: In den Großstädten zugelegt
In Deutschland wurden zuletzt wieder mehr Baugenehmigungen erteilt. In diesem Jahr könnte nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die 200.000er-Marke erreicht werden. Das wären 40.000 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2009. Besonders gut für die Bauindustrie ist die Auftragslage in großen Städten wie Berlin und Hamburg. mehr
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iwd 4. August 2011
Auftragseingänge: Wachstumsindikator mit Schwächen
Die Zahl der Bestellungen bestimmt die anschließende Produktion – dieser Zusammenhang gilt in der Industrie nicht immer automatisch. Vor allem im Aufschwung von 2005 bis 2008 war die Prognosekraft der Aufträge eher mäßig. Erklären lässt sich dies durch den Strukturwandel, Produktionsverlagerungen sowie nicht gemeldete Stornierungen. mehr
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iwd 23. März 2011
Lohnpolitik: Auch am Bau winkt die Einheit
In vielen Branchen sind die Tariflöhne zwischen Ost und West inzwischen vereinheitlicht worden. Auch in der Bauwirtschaft stehen die Zeichen in der laufenden Tarifrunde auf Angleichung. Dazu müssen die Beschäftigten im Westen allerdings auf einen Teil der wirtschaftlich möglichen Lohnzuwächse verzichten. mehr
iwd - Nr. 24 vom 17. Juni 2010
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