Tool zur Lohnstrukturanalyse
Frauen verdienen deutlich weniger als Männer – im Jahr 2009 lag der Gehaltsunterschied bei 23 Prozent. Um für eine faire Entlohnung von Mann und Frau zu werben, bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Logib-D an.
Die Abkürzung steht für „Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland“. Dahinter steckt ein Analyse-Tool, das untersucht, wo es gegebenenfalls Geschlechterunterschiede bei der Bezahlung gibt und ob diese gerechtfertigt sind.
Seit kurzem besteht die Möglichkeit, Logib-D als Web-Anwendung zu nutzen, die sich mit deutlich verbesserten Funktionen präsentiert: Nach Eingabe der Beschäftigtendaten liefert das Programm einen umfassenden Bericht im PDF-Format, der dann im Betrieb weiter verwendet werden kann. Das Web-Tool hat eine intuitive Nutzerführung sowie einen höheren Bedienkomfort: Neben obligatorischen Variablen können optionale Kriterien wie die Überstundenvergütungen oder Bonuszahlungen separat für die Analyse erfasst werden.
Ziel des Web-Programms ist es, die Entgelt-Ungleichheit innerhalb der Belegschaft im Detail zu analysieren, damit die Unternehmen den Ursachen auf den Grund gehen können. Dies lohnt sich auch für die Firmen: Es wird für einen Betrieb leichter, sich gerade in Zeiten des Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, wenn er die Ergebnisse der Lohnstruktur-Analyse veröffentlicht. Schließlich achten vor allem weibliche Fachkräfte verstärkt darauf, dass Unternehmen Frauen und Männer beim Gehalt gleich behandeln.
Ein großer Vorteil des Web-Tools Logib-D ist es, dass es ohne zusätzliche Software auskommt. Zudem lassen sich Daten, die bereits für die Excel-Version aufbereitet wurden, problemlos online auswerten.
Neben dem Programm im Internet bietet das Bundesfamilienministerium 200 interessierten Unternehmen zusätzlich eine kostenlose Vergütungsberatung durch eine externe Unternehmensberatung an. Die erfolgreichen Bewerber erfahren unter anderem, wo Ansatzpunkte für eine auf Gleichstellung zielende Personal- und Entgeltstrategie liegen und welche Vorteile dies hat. Die Bewerbungsfrist für die nächsten 25 Firmen endet am 15. Oktober 2010.
Weitere Informationen gibt es unter:
www.logib-d.de
Themen
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Argumente zu Unternehmensfragen 1. Mai 2012
Entgeltgleichheit
Frauen verdienen gut ein Fünftel weniger als Männer, heißt es plakativ immer wieder. Dabei werden aber nur die durchschnittlichen Verdienste von Frauen und Männern miteinander verglichen - ohne Berufserfahrung, Alter, Branche, Erwerbspausen, Tätigkeiten etc. zu berücksichtigen. Bei Frauen mit Kindern, die eine kurze Erwerbspause hatten, schrumpft der sogenannte bereinigte geschlechtsspezifische Entgeltabstand zum Beispiel auf 4 Prozent. mehr
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Kolumnen 23. März 2012
Jörg Schmidt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Verdienstunterschied kleiner als vermutet
Frauen verdienen gut ein Fünftel weniger als Männer. Aber: Fließen neben dem Geschlecht weitere Faktoren in die Berechnung mit ein, schrumpft die Entgeltlücke deutlich. Ein Gastkommentar von Jörg Schmidt. mehr
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IW-Nachrichten 21. März 2012
Entgeltungleichheit: Die Ursachen bleiben oft unerwähnt
Am 23. März ist Equal Pay Day. Er steht symbolisch für den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern, da er den Tag markiert, bis zu dem Frauen im Durchschnitt über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um das gleiche Jahresentgelt wie Männer zu erhalten. Woran das allerdings liegt, bleibt meistens außer Acht. mehr
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Argumente zu Unternehmensfragen 30. November 2011
Entgeltgleichheit
Frauen verdienen gut ein Fünftel weniger als Männer, heißt es plakativ immer wieder. Dabei werden aber nur die durchschnittlichen Verdienste von Frauen und Männern miteinander verglichen - ohne Berufserfahrung, Alter, Branche, Erwerbspausen, Tätigkeiten etc. zu berücksichtigen. Bei Frauen mit Kindern, die eine kurze Erwerbspause hatten, schrumpft der sogenannte bereinigte geschlechtsspezifische Entgeltabstand zum Beispiel auf 4 Prozent. mehr
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iwd 7. September 2011
Entgeltgleichheit: Mit der Berufswahl fängt alles an
Die ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen ist ein Dauerthema in Medien und Politik. Allerdings hängt die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern häufig mit deren unterschiedlichen Erwerbsbiografien zusammen. mehr
iwd - Nr. 33 vom 19. August 2010
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