Im Osten recht gut
Mit kleineren Klassen verbinden wohl die meisten Experten und Eltern die Hoffnung, dass die Kinder intensiver betreut werden. Besonders in Ostdeutschland stehen einem Lehrer relativ wenige Schüler gegenüber. Allerdings kann niemand genau sagen, wie klein oder groß eine Klasse bestenfalls sein sollte.
Schule.
Wie viele Schüler von einem Lehrer unterrichtet werden, unterscheidet sich zwischen den Bundesländern an allgemeinbildenden Schulen erheblich. In Thüringen war im Jahr 2008 ein Vollzeitlehrer für etwa elf Schüler zuständig, in Hessen dagegen für 17. Im bundesdeutschen Durchschnitt kümmert sich jeweils ein Lehrer um gut 15 Schüler.
In den vergangenen drei Jahren hat sich die Betreuungsrelation in allen Bundesländern außer in Sachsen meist deutlich verbessert. Nach wie vor ist die Kennzahl in Ostdeutschland am niedrigsten. Dies liegt allerdings vor allem am Rückgang der Schülerzahlen.
Berufsschule.
An beruflichen Vollzeitschulen unterrichtete ein Lehrer im Bundesdurchschnitt 2008 nur knapp 14 Schüler. Allerdings hat sich hier die Relation in den vergangenen drei Jahren nur in neun Ländern verbessert, in sieben jedoch verschlechtert. Zu letzterer Gruppe zählen auch die meisten ostdeutschen Länder. Um die wenigsten Schüler muss sich ein Lehrer in Thüringen und Bayern kümmern, während das Betreuungsverhältnis im Saarland am ungünstigsten ist.
Hochschule.
Trotz gestiegener Studentenzahlen gibt es an deutschen Hochschulen etwas weniger Gedränge um einen Professor. Im Jahr 2008 kamen knapp 17 Studenten auf eine Lehrperson; 2006 unterrichtete ein Professor noch 18 angehende Akademiker. Ein Grund: In Bayern zum Beispiel wurde mehr Lehrpersonal eingestellt, auch dank der Studiengebühren. In zwei weiteren Gebührenländern – in Hamburg und im Saarland – hat sich das Betreuungsverhältnis hingegen verschlechtert.
Themen
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IW-Nachrichten 1. Februar 2012
Deutscher Qualifikationsrahmen: Berufliche Bildung muss sich nicht verstecken
Zeugnisse und Abschlüsse werden künftig in eine Hierarchie eingeordnet – sie erhalten Niveaustufen, je nach Höhe des Abschlusses. Künftig soll das in der gesamten EU so sein. Denn Bildungsbereiche sollen vergleichbar werden, Arbeitgeber besser wissen, welch kluger Kopf hinter der Bewerbung steht, egal, aus welchem EU-Land er kommt. mehr
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Pressemitteilung 15. September 2011
Bildungsgerechtigkeit: Nachwuchs wird stärker gefördert
Das Bildungssystem in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gerechter geworden – etwa dadurch, dass Kinder aus Migrantenfamilien stärker gefördert werden. So hatten 2009 von den 15-jährigen Migrantenkindern, die zu Hause kein Deutsch sprechen, 71 Prozent länger als ein Jahr den Kindergarten besucht. Sechs Jahre zuvor hatte dieser Anteil erst bei 59 Prozent gelegen. mehr
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IW-Nachrichten 13. September 2011
OECD-Bildungsbericht: Klug auch ohne Uni
Zu wenig Akademiker, Meister, Techniker – der OECD-Bildungsbericht beklagt wieder einmal die zu geringe Hochqualifiziertenquote in Deutschland und übersieht einmal mehr eine deutsche Besonderheit. mehr
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iwd 14. Oktober 2010
Achtjähriges Gymnasium: Schnelles Abi – und was dann?
Die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre ist zwar bundesweit eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen. In der Folge strömen in den nächsten Jahren fast jährlich in irgendeinem Bundesland doppelte Abiturientenjahrgänge aus den Schulen. Das beschert Deutschland bis 2015 ein sattes Plus an Erstsemestern. Doch die Hochschulen stellen sich bereits auf den Ansturm ein. mehr
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iwd 16. September 2010
Bildungssystem: Strebsame Frauen
Mädchen sind in der Schule meist erfolgreicher als Jungen. Dadurch haben sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz mehr Möglichkeiten. Denn häufig interessieren sie sich für Dienstleistungsberufe, für die meist die mittlere Reife nötig ist. Im Studium liegen Frauen mit Männern hingegen gleichauf. Professuren sind allerdings zu höchstens einem Viertel mit Frauen besetzt. mehr
iwd - Nr. 33 vom 19. August 2010
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