Zertifikat Beruf und Familie
Viele Unternehmen setzen alles daran, gute Mitarbeiter für sich zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Denn obwohl weit über 3 Millionen Menschen in Deutschland momentan ohne Job sind, fehlen der Wirtschaft qualifizierte Mitarbeiter.
Durch die demografische Entwicklung wird der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen.
Deshalb spielt eine familienfreundliche Personalpolitik in deutschen Unternehmen mittlerweile eine prominente Rolle (vgl. iwd 16/2010): Wie eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im November 2009 ergab, finden 80 Prozent der 1.300 befragten Unternehmen Familienfreundlichkeit für die eigene Firmenpolitik wichtig, 2003 waren es nur 46 Prozent.
Damit Unternehmen einen Beleg für ihr familienfreundliches Arbeitsumfeld haben, können Sie sich um das Zertifikat „audit berufundfamilie“ bewerben. Die führenden deutschen Wirtschaftsverbände BDA, BDI, DIHK und ZDH unterstützen diese Auszeichnung für eine familienbewusste Personalpolitik.
Auditiert hat die berufundfamilie gGmbH bislang 859 Arbeitgeber. Insgesamt profitieren zurzeit rund 1,3 Millionen Beschäftigte und 1 Millionen Studenten vom Zertifikat. Denn nicht nur Unternehmen, sondern auch Hochschulen und Institutionen können sich auditieren lassen. So sind mittlerweile sämtliche obersten Bundesbehörden zertifiziert – ein Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2008 hat sie dazu verpflichtet.
Das IW Köln hat das Grundzertifikat für sein familienfreundliches Arbeitsumfeld im Jahr 2007 erhalten. Im Juni 2010 schloss es die Re-Auditierung erfolgreich ab, die zugehörige Auszeichnung dafür überreichte Familienministerin Kristina Schröder als Schirmherrin des Projekts. Nun will die Arbeitsgruppe „Balance“ des IW Köln dafür sorgen, dass auch die neu vereinbarten Ziele schnellstmöglich umgesetzt werden. Sie sollen – wie in vielen anderen deutschen Unternehmen – dafür sorgen, dass Mitarbeiter berufliche und familiäre Verpflichtungen noch besser unter einen Hut bringen können.
Weitere Informationen zum „audit berufundfamilie“: www.beruf-und-familie.de
Themen
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IW-Nachrichten 1. September 2011
Familienfreundliche Metallbetriebe: Keine Seltenheit
Nach einer Studie der IG Metall bescheinigen 44 Prozent der Betriebsräte ihren Arbeitgebern eine sehr gute oder eine gute Unterstützung beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kommt in einer Studie zu ähnlichen Ergebnissen. mehr
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iwd 11. August 2011
Telearbeit: Homeoffice beim Hurrikan
Weltweit arbeiten immer mehr Menschen von zu Hause. Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Vermeintliche Entwicklungsländer sind in Sachen Homeoffice sogar Vorreiter. mehr
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IW-Analysen 20. Februar 2011
Susanne Seyda / Oliver Stettes: Europäischer Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit
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IW-Nachrichten 5. Dezember 2010
Europäischer Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit: Europäische Unternehmen messen Familienfreundlichkeit auch in Krisenzeiten hohe Bedeutung zu
Am heutigen Mittwoch haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Robert Bosch Stiftung und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln den Europäischen Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit veröffentlicht. Die Unternehmensbefragung aus dem Spätherbst 2009 liefert Ergebnisse zur Verbreitung familienfreundlicher Maßnahmen in mehr als 5000 Unternehmen in Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien, Schweden und Deutschland. mehr
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iwd 1. Dezember 2010
Familienfreundlichkeit: Europas Betriebe setzen auf Flexibilität
Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können – dieser Wunsch der Mitarbeiter stößt in fast allen Unternehmen Europas prinzipiell auf offene Ohren. Besonders stark engagieren sich britische und schwedische Firmen, während polnische und italienische Betriebe tendenziell weniger familienfreundlich sind. Deutsche Unternehmen bieten ebenfalls ein breites Spektrum an personalpolitischen Instrumenten an, damit die Beschäftigten berufliche Anforderungen und familiäre Verpflichtungen leichter unter einen Hut bekommen. *) mehr
iwd - Nr. 29 vom 22. Juli 2010
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