Wo Chefinnen das Zepter schwingen
In den Dax-Konzernen sind Frauen auf dem Chefsessel noch selten anzutreffen. In kleinen und mittleren Unternehmen hingegen sind weibliche Vorgesetzte längst selbstverständlich.
Dagmar Wirtz, Gründerin und Geschäftsführerin der Aachener 3win-Maschinenbau GmbH, ist ein gutes Beispiel für erfolgreiche Frauen in kleinen und mittleren Unternehmen: Ihr Betrieb wurde im Juni 2011 bereits zum zweiten Mal als einer der 100 innovativsten im deutschen Mittelstand ausgezeichnet.
In der Öffentlichkeit und in Talkshows wird seit Jahren über das Für und Wider der Frauenquote diskutiert. Und immer wieder kommt dabei die Rede auf den niedrigen Anteil von Frauen in den Führungspositionen der Dax-Unternehmen – er beträgt nur 14 Prozent. Der Mittelstand in Deutschland ist da schon längst weiter (Grafik):
In rund einem Drittel der 3,8 Millionen Betriebe, die höchstens 49 Beschäftigte haben, schwangen zuletzt Frauen das Zepter.
In der zweiten Führungsebene, zu der Geschäftsbereichs-, Verwaltungs- und Produktionsleiter zählen, betrug der Frauenanteil zuletzt sogar mehr als 39 Prozent.
Themen
Zwei Ursachen dafür, warum es im Mittelstand relativ viele Frauen in Führungspositionen gibt, dürften darin liegen, dass Kleinbetriebe öfter Frauen gehören als größere Firmen und dass Frauen generell viel häufiger in kleinen als in großen Betrieben arbeiten. Hinzu kommt, dass Frauen in kleinen und mittleren Betrieben nicht so viele Hierarchiestufen überwinden müssen, um eine Führungsposition zu erringen.
Laut einer Studie, die TNS Infratest im vergangenen Jahr im Auftrag der Commerzbank bei 4.000 Mittelständlern durchgeführt hat, sind die meisten Chefinnen im Gesundheits- und Sozialwesen anzutreffen und am seltensten in Chemie- und Pharmaunternehmen, Verkehrsbetrieben und Maschinenbauunternehmen. Frauen in Führungspositionen sind am häufigsten für das Personal, die Finanzen und das Controlling zuständig; der Vertrieb, die Produktion und der Einkauf sind dagegen nach wie vor eine Domäne der Männer.
Die Mehrheit der Unternehmen hat das Thema gleichwohl auf dem Schirm, wie das Personal-Panel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Sommer 2011 ergab: Fast zwei Drittel aller Betriebe befassen sich immerhin grundsätzlich mit „Frauen in Führungspositionen“.
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Argumente zu Unternehmensfragen 30. November 2011
Arbeitsmarkt für Männer und Frauen: Nicht nur kleine Unterschiede
Frauen sind zwar längst noch nicht so häufig berufstätig wie Männer. Aber die Unterschiede werden kleiner. Und wenn der Staat endlich seine Hausaufgaben macht und die Kinderbetreuung verbessert, dürfte die Zahl der berufstätigen jungen Frauen weiter steigen. Was sich nicht verändert, ist die Berufswahl. Nach wie vor finden Mädchen andere Berufe schick als Jungs. mehr
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iwd 24. Mai 2012
MINT-Fachkräfte: Frau zeigt Interesse
Immer mehr junge Menschen – und neuerdings auch mehr Frauen – studieren Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Trotzdem reicht die Zahl der Abgänger nicht aus, um den Bedarf zu decken. mehr
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iwd 8. März 2012
Internationaler Frauentag: Männer mogeln sich durch
Allen Sonntagsreden zum Trotz: Noch immer übernehmen Männer deutlich weniger familiäre Verantwortung als ihre Partnerinnen. Doch egal, wie die Rollenverteilung zu Hause aussieht: Unternehmen haben viele Möglichkeiten, ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. mehr
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IW-Nachrichten 22. Februar 2012
Befristete Beschäftigung: Aufregung ohne sachlichen Grund
Nahezu die Hälfte neuer Mitarbeiter wird heutzutage zunächst befristet eingestellt, hat das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ausgerechnet. Der Befristungsanteil ist mit heute 45 Prozent zwar höher als im Jahr 2001, als er erst 32 Prozent betrug. Er lag zuletzt allerdings auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2004. Seither schwankt der Anteil mit geringen Abweichungen nach oben und unten. mehr
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iwd 7. Dezember 2011
Arbeitskräftefluktuation: Männlich, deutsch, jung sucht ...
Hartz IV, Globalisierung und Internet-Zeitalter – die Arbeitswelt dreht sich immer schneller. Und so könnte man meinen, die Menschen würden auch häufiger ihren Arbeitsplatz wechseln. Tatsächlich aber ist die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland seit vielen Jahren im Schnitt mehr oder weniger konstant. Allerdings ist die berufliche Mobilität unterschiedlich stark ausgeprägt. mehr
Ansprechpartner
iwd - Nr. 6 vom 9. Februar 2012
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