Langfristiger Wachstumsmotor
Eine gute Familienpolitik bringt auch die Wirtschaft in Schwung – vorausgesetzt, Kinder bekommen bessere Bildungschancen und Eltern die Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Langfristig könnte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dadurch nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln um jährlich 0,4 bis 0,5 Prozentpunkte zulegen.
Dank des Elterngeldes können sich Vater und Mutter die betreuungsintensive Zeit nach der Geburt des Nachwuchses besser teilen. Und beide bleiben nicht lange ihrem Arbeitsplatz fern. Dadurch geht weniger berufsbezogenes Wissen und Qualifikationen verloren. Zudem sorgt das Elterngeld dafür, dass besonders Frauen der Kinder wegen nicht auf einen Job verzichten müssen. Ergänzend hierzu ist es wichtig, das Angebot an Kinderbetreuung zu erweitern – sowohl in den Kindertagesstätten als auch durch den Ausbau von Ganztagsschulen. Familienunterstützende Dienstleistungen wie zum Beispiel Haushaltshilfen runden eine wachstumsorientierte Familienpolitik ab.
Themen
Finanzierbar für den Staat sind diese Maßnahmen allemal: Auf der einen Seite werden in den kommenden Jahren aufgrund der sinkenden Kinderzahlen der Vergangenheit im Familienbudget Mittel im zweistelligen Milliardenbereich frei, die in mehr Kitas und Ganztagsschulen investiert werden können. Auf der anderen Seite profitiert der Staat später von einer höheren Wirtschaftsleistung – beispielsweise durch steigende Steuereinnahmen.
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iwd 5. April 2012
Alleinerziehende: Der Ganztag zahlt sich aus
Mehr Krippen- und Ganztagsplätze würden Alleinerziehenden und ihren Kindern Entlastung und handfeste Vorteile verschaffen. Auch für den Staat und die Gesellschaft rentiert sich der Ausbau der Ganztagsbetreuung. mehr
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Veranstaltungen 29. März 2012
Pressekonferenz: Die Auswirkungen von Ganztagesbetreuung für die Kinder von Alleinerziehenden
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IW-Nachrichten 8. November 2011
Koalitionsbeschlüsse in Sachen Betreuungsgeld: Ein falscher Ansatz
Es gibt zwar immer mehr Kita-Plätze für die Kleinsten – doch noch lange nicht genug. Noch fehlen mehr als 230.000 Plätze für Kleinkinder, um bis 2013 jedes dritte in der Republik wohl betreut zu wissen. Noch bevor dieses Ziel der Regierung umgesetzt ist, setzt die Koalition mit den jüngsten Beschlüssen eine andere Priorität und möchte mit dem Betreuungsgeld ab dem Jahr 2013 jene Eltern finanziell unterstützen, die das Angebot des Staates nicht in Anspruch nehmen – ein falscher Ansatz. mehr
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IW-Nachrichten 11. Mai 2010
Kinderbetreuung: Sparen am falschen Ende
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat vorgeschlagen, bei der Bildung zu sparen, um den Haushalt zu konsolidieren. Das erste Opfer wäre der Krippenausbau. Der Staat sollte jedoch nicht ausgerechnet dort kurzfristig sparen, wo er langfristig erhebliche Vorteile hätte. mehr

