Eine Frage der Branche
Banken halten sich vermehrt zurück oder stellen strengere Bedingungen, wenn es darum geht, Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Besonders gilt das für Branchen, die durch die Krise hart getroffen sind, etwa die Autoindustrie und Werften. Es klemmt aber durchaus noch nicht überall.
Ein Grund für die gefühlte Klemme: In Zeiten schwacher Konjunktur erhöht sich für die Banken das Ausfallrisiko. Bei höherem Risiko müssen sie aber den Zins heraufsetzen; dies diktieren schon die im „Basel-II“-Abkommen fixierten internationalen Regeln für die Kreditvergabe. Hinzu kommt, dass Sicherheiten oft im Wert gesunken sind, also verlangen die Institute jetzt mehr zur Besicherung.
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Laut einer Befragung von 14 Wirtschaftsverbänden im Februar 2009 durch die staatseigene Förderbank KfW geht aber nur ein Drittel der Befragten davon aus, dass sich die Bedingungen für langfristige Investitionskredite deutlich verschlechtert haben, während die restlichen zwei Drittel keine Veränderung sehen. Für die nahe Zukunft erwarten aber drei von vier Verbandsexperten eine Verschlechterung.
Allerdings haben viele Betriebe ihre Investitionspläne ohnehin erst einmal auf Eis gelegt. Dafür brauchen mehr Unternehmen Geld von den Banken, um ihr laufendes Geschäft zu finanzieren. Besonders Firmen in Schwierigkeiten dürften mit ihrer Kreditlinie nicht mehr auskommen. Wenig verwunderlich, dass die Institute gerade in diesen Fällen zögern, neue Mittel bereitzustellen. Demgegenüber glauben 93 Prozent der Experten nicht, dass ein typisches – also gut mit Eigenkapital ausgestattetes – Unternehmen Probleme bei Investitionskrediten hat.
Gesprächspartner im IW Klaus-Heiner Röhl, Telefon 030 27877-103
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iwd 24. November 2010
Wagniskapital: In Deutschland recht knapp
Junge Hochtechnologiefirmen können in Deutschland nur in relativ geringem Maße auf Wagniskapital von privaten Investoren zurückgreifen. In Ländern wie Großbritannien oder den USA existiert dagegen ein weit größerer Markt für solche Kapitalbeteiligungen. Um die Situation hierzulande zu verbessern, sollte der Staat günstigere rechtliche Rahmenbedingungen für Wagniskapitalfonds schaffen. mehr
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Pressemitteilung 22. November 2010
Wagniskapital: Wenig Geld für Hightech-Gründer
Junge Hochtechnologiefirmen können in Deutschland nur in recht geringem Maße auf Wagniskapital von privaten Investoren zurückgreifen. Im Jahr 2008 standen hierzulande nur 0,06 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) als Risikokapital für Gründungen von Hightech-Firmen zur Verfügung. Im EU-Durchschnitt war der Anteil doppelt so hoch. mehr
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IW-Positionen 18. Oktober 2010
Klaus-Heiner Röhl: Der deutsche Wagniskapitalmarkt
Ansätze zur Finanzierung von Gründern und Mittelstand mehr
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IW-Nachrichten 30. März 2009
Unternehmensfinanzierung: Eher eine gefühlte Kreditklemme
In den vergangenen Monaten wurde zum Teil der Eindruck erweckt, dass die Unternehmen in Deutschland kaum noch Geld von den Banken erhielten. Die Finanzmarktkrise habe zu einer derartigen Zurückhaltung der Kreditinstitute geführt, dass vielen Firmen die Luft zum Atmen ausginge, hieß es. Doch die aktuellen Zahlen der Bundesbank deuten eher auf Entspannung. mehr
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Interviews 2. Februar 2012
Michael Hüther im Kölner Stadt-Anzeiger: "Die Sparpläne zu erfüllen ist die Aufgabe einer Dekade"
Der Rettungsschirm EFSF könnte einspringen und eine temporäre zwangsweise Rekapitalisierung der Banken in Europa vornehmen, sagt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Wir diskutieren die ganze Zeit, wie wir das Löschmittel in den Feuerlöscher hineinbekommen, ohne den Feuerlöscher nachher einsetzen zu wollen", so Hüther. Das werde nicht funktionieren. mehr
IW-Nachrichten - 24. Februar 2009
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

