Eher eine gefühlte Kreditklemme
In den vergangenen Monaten wurde zum Teil der Eindruck erweckt, dass die Unternehmen in Deutschland kaum noch Geld von den Banken erhielten. Die Finanzmarktkrise habe zu einer derartigen Zurückhaltung der Kreditinstitute geführt, dass vielen Firmen die Luft zum Atmen ausginge, hieß es. Doch die aktuellen Zahlen der Bundesbank deuten eher auf Entspannung.
Die Banken haben den Unternehmen 2008 keineswegs den Kredithahn zugedreht: Insgesamt wurden über 2,1 Billionen Euro vergeben. Dies waren 27 Prozent mehr als 2007. Dabei nahm die Vergabe von Überziehungskrediten um 21 Prozent zu, während das übrige Neukreditgeschäft sogar um ein Drittel wuchs. Auch am aktuellen Rand ist noch keine Klemme absehbar. Im Januar 2009 wurden insgesamt 181 Milliarden Euro vergeben, 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den Zinssätzen scheint es ebenfalls nicht zu klemmen: Nach einem Höhepunkt im Herbst 2008 mit Zinsen von bis zu 6 Prozent sind die Sätze wieder auf Werte von knapp 4 bis 5 Prozent gefallen - je nach Laufzeit.
Themen
Zwar gibt es trotz der umfangreichen Mittel aus dem Bankensektor Unternehmen mit Liquiditätsproblemen, denen bei Andauern der Krise ein existenzgefährdender Finanzierungsengpass droht. Doch der Kern des Problems scheint eher in einem mit den Aufträgen wegbrechenden Cashflow zu liegen als in einer besonderen Zurückhaltung der Finanzinstitute.
Gesprächspartner im IW Dr. Klaus-Heiner Röhl, Telefon 030 27877-103
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IW-Nachrichten 24. Februar 2009
Kreditklemme: Eine Frage der Branche
Banken halten sich vermehrt zurück oder stellen strengere Bedingungen, wenn es darum geht, Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Besonders gilt das für Branchen, die durch die Krise hart getroffen sind, etwa die Autoindustrie und Werften. Es klemmt aber durchaus noch nicht überall. mehr
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Interviews 2. Februar 2012
Michael Hüther im Kölner Stadt-Anzeiger: "Die Sparpläne zu erfüllen ist die Aufgabe einer Dekade"
Der Rettungsschirm EFSF könnte einspringen und eine temporäre zwangsweise Rekapitalisierung der Banken in Europa vornehmen, sagt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Wir diskutieren die ganze Zeit, wie wir das Löschmittel in den Feuerlöscher hineinbekommen, ohne den Feuerlöscher nachher einsetzen zu wollen", so Hüther. Das werde nicht funktionieren. mehr
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IW-Nachrichten 1. Februar 2012
Drohende Kreditklemme: Versiegt das Geld?
Laut einer aktuellen Studie der Citigroup Global Markets Inc. scheint sich in Europa die Gefahr für eine Kreditklemme zu vergrößern. Die Studie zeigt, dass die Kreditvergabe im vierten Quartal 2011 um 65 Milliarden Euro zurückgegangen ist. mehr
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IW-Nachrichten 16. Mai 2012
Basel III: Den Wert des Geldes erkennen
Endlich haben sich die Finanzminister der Europäischen Union auf schärfere Eigenkapitalregeln für Banken geeinigt. Dreieinhalb Jahre hat der Einigungsprozess gedauert und weist folgendes zentrales Ergebnis auf: Die Kernkapitalquote – bestehend zum Beispiel aus Stammkapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und eigenen Aktien – soll bis 2019 von 2 auf 7 Prozent erhöht werden. Außerdem können die Mitgliedsstaaten in eigenem Ermessen noch zusätzliche Kapitalpuffer von 5 Prozent von ihren nationalen Banken verlangen. mehr
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iwd 24. November 2010
Wagniskapital: In Deutschland recht knapp
Junge Hochtechnologiefirmen können in Deutschland nur in relativ geringem Maße auf Wagniskapital von privaten Investoren zurückgreifen. In Ländern wie Großbritannien oder den USA existiert dagegen ein weit größerer Markt für solche Kapitalbeteiligungen. Um die Situation hierzulande zu verbessern, sollte der Staat günstigere rechtliche Rahmenbedingungen für Wagniskapitalfonds schaffen. mehr
IW-Nachrichten - 30. März 2009
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

