Hiobsbotschaft im Mai
Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Die 133. amtliche Steuerschätzung wird den Gebietskörperschaften bis zum Haushaltsjahr 2013 ein Rekord-Minus von rund 320 Milliarden Euro gegenüber der turnusmäßigen Vorjahresschätzung bescheren. Die schärfste Finanz- und Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland führt geradezu zwangsläufig nun auch zu den größten Steuerlöchern in den öffentlichen Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden.
Diese milliardenschweren Einnahmeausfälle werden vermutlich in nahezu gleicher Höhe auch die Staatsverschuldung weiter nach oben treiben und den finanzpolitischen Handlungsspielraum weiter einengen. Gleichwohl ist es notwendig und richtig, gerade in der Krise die Weichen für eine konjunkturgerechte Haushalts- und Finanzpolitik richtig zu stellen. Dazu gehört nun einmal, das konjunkturbedingte Defizit hinzunehmen und nicht durch Einsparungen ausgerechnet bei öffentlichen Investitionen oder gar durch Steuererhöhungen zu kompensieren. Eine derartige Parallelpolitik würde die Krise eher noch verschärfen und zugleich verlängern.
Themen
Andererseits gibt es realistischerweise nun auch wenig Spielräume für große Steuersenkungen. Das bedeutet aber nicht, dass es in Sachen Steuerpolitik keinen Handlungsbedarf bis zum Jahre 2013 gibt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Abschaffung der kalten Progression ist keine Steuersenkung, sondern eine notwendige Korrektur ungerechtfertigter Steuerlasten. Zudem sollten die ebenfalls systemwidrigen ertragsunabhängigen Elemente bei der Gewerbesteuer beseitigt werden. Sie führen in Zeiten der Krise zu einer Substanzbesteuerung und gefährden damit zusätzlich den Fortbestand des Unternehmens.
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IW-Nachrichten 9. Februar 2012
Körperschaftssteuer: Keine Kasse für Lohnzahlungen
Ver.di fordert für die Arbeitnehmer von Bund und Kommunen 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Auf die Frage, wie das zu finanzieren sei, wird geantwortet, der Staat könne dies mit einer Erhöhung der Körperschaftssteuer auf das europäische Durchschnittsniveau locker bezahlen. Ohnehin soll ja die Unternehmensbesteuerung zwischen Deutschland und Frankreich vereinheitlicht werden. mehr
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iwd 21. Dezember 2011
Unternehmenssteuern: Neuer Rekord
Während viele Volkswirtschaften seit Jahren praktisch ununterbrochen im Krisenmodus laufen, geht es den Unternehmen in Deutschland inzwischen vergleichsweise gut. Viele machen wieder höhere Gewinne als im Krisenjahr 2009 und zahlen folglich auch mehr Steuern. mehr
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IW-Nachrichten 6. Dezember 2011
SPD-Parteitag: Genossen im Steuerrausch
Der SPD Parteitag ist vorbei und die Genossen feiern ihre Beschlüsse. Der Rest Deutschlands wird aber einen schweren Kater bekommen, wenn sie Realität werden. Denn alles, was an Segnungen versprochen wird, bedeutet zunächst satte Steuererhöhungen. mehr
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iwd 11. August 2011
Grund- und Gewerbesteuer: Rekordeinnahmen winken
Um ihre Finanzlage zu verbessern, haben die deutschen Kommunen die Hebesätze der Gewerbe- und vor allem der Grundsteuer zum Teil massiv angehoben. Deshalb wird das Steueraufkommen 2012 voraussichtlich auf neue Rekordhöhen steigen. mehr
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IW-Nachrichten 28. Juni 2011
Steuerreform: So geht es wohl doch nicht
Es hört sich gut an: Der ehemalige Verfassungsrichter Prof. Paul Kirchhof möchte mit 146 Paragrafen für alle wichtigen Steuern auskommen. Das sind die Einkommens-, die Erbschafts- und Schenkungssteuer, die Umsatz- und die Verbrauchssteuer. Alle anderen Steuern sollen entfallen. Wirklich alle? Die Körperschafts- und die Gewerbesteuer sollen in der Einkommenssteuer als Steuer auf juristische Personen aufgehen. Aber was ist z.B. mit der Grundsteuer? Erste Meldungen geben hierüber keinen Aufschluss. mehr
IW-Nachrichten - 14. Mai 2009
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

