Dritthöchstes Aufkommen aller Zeiten
Die aktuelle Steuerschätzung zeichnet zwar ein düsteres Bild: Danach kassiert der Fiskus im Jahr 2009 bei Bürgern und Unternehmen statt der im Vorjahr veranschlagten 572 Milliarden Euro nur 527 Milliarden Euro ein. Doch trotz aller Unkenrufe: Dies ist immer noch das dritthöchste Steueraufkommen aller Zeiten. Nur 2007 und 2008 war es mit 538 und 561 Milliarden Euro noch höher. Gegenüber 2006 ist sogar ein Plus von knapp 40 Milliarden Euro zu verzeichnen.
Normalerweise könnte der Fiskus mit einem durchschnittlichen jährlichen Steuerzuwachs von über 10 Milliarden Euro mehr als zufrieden sein. Dennoch ist der Katzenjammer jetzt groß. Denn die Politik ist verwöhnt von den Aufkommenssteigerungen in den Boomjahren 2007 und 2008 – Geld, das sie sofort in kostspielige Ausgabenprogramme umgesetzt hatte. Diese lassen sich jetzt jedoch nur schwer wieder einkassieren.
Themen
Nur zu einem kleinen Teil wurden die zusätzlichen Mittel damals zur Konsolidierung verwendet. So hatten die Steuerschätzer im Mai 2007 dem Bund für 2008 ungeplante Steuermehreinnahmen von 20,5 Milliarden Euro prognostiziert. Ursprünglich sah der Finanzplan eine Nettokreditaufnahme von 21,3 Milliarden Euro vor. Vor diesem Hintergrund hätte 2008 ein nahezu ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden können. Stattdessen war die Nettokreditaufnahme mit gut 12 Milliarden Euro unerfreulich hoch. Damals wurde also die Chance vertan, für den jetzt eingetretenen Abschwung Reserven zu bilden.
Gesprächspartner im IW
Ralph Brügelmann, Telefon 030 27877-102
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IW-Nachrichten 11. April 2012
Pendlerpauschale: Alle Jahre wieder …
Seit einigen Jahren erreicht der Spritpreis in Deutschland regelmäßig in der Zeit um Ostern herum, also im April oder Mai, Höchststände. Und jedes Mal ertönt der Ruf nach einer höheren Pendlerpauschale – so auch dieses Jahr. Aber: Wer die Pendlerpauschale bei steigenden Spritpreisen erhöhen will, muss sie bei sinkenden auch wieder zurücknehmen. mehr
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Newsletter (in Englisch) 29. Dezember 2011
Minimum wage: Boon or Bane For Taxpayers?
Calculations based on the IW-Simulation Model suggest that a minimum wage of 8.50 euro would save the government 5 billion euro if it had no negative effects on the labor market. mehr
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IW-Nachrichten 8. November 2011
Aufbau Ost: Soli nutzt Schäuble
Die Senkung des Solidaritätszuschlags ist zunächst einmal wieder vom Tisch. Die Steuerzahler sollen anders entlastet werden. Doch kaum war die Idee ausgesprochen, wurde reflexartig von ostdeutschen Politikern Widerstand angekündigt. Dabei fließen die Einnahmen aus dem Soli – derzeit 12 Milliarden Euro – zu einem immer geringeren Anteil gen Osten. mehr
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IW-Nachrichten 7. November 2011
Koalitionsbeschlüsse in Sachen Steuern: Entlastung mit Augenmaß
Der Koalitionsgipfel hat beschlossen, die Steuerzahler in zwei Schritten um insgesamt 6 Milliarden Euro zu entlasten. Dazu soll vor allem bei der Einkommenssteuer der Grundfreibetrag um 350 Euro angehoben werden. Nach den Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln wären für diesen Schritt aber höchstens 2,5 Milliarden Euro nötig, sofern man alle anderen Tarifbestandteile unverändert lässt. Die Regierung hat aber mit 4 Milliarden Euro fast den doppelten Wert dafür eingeplant. mehr
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IW-Nachrichten 8. September 2011
SPD-Vorschlag Vermögenssteuer: Der Gewinn wird doppelt besteuert
Um die Staatskasse zu füllen, möchte die SPD die Vermögenssteuer wiederbeleben. Der Nachteil dieser Steuer: Wirft das Vermögen keine Erträge ab, muss sie aus der Substanz gezahlt werden. Das gefährdet Arbeitsplätze. Das hat auch die SPD erkannt und möchte deshalb bei Verlustunternehmen keine Steuer erheben. Bei allen anderen wird die Steuer auf 30 Prozent des Gewinns beschränkt. Das aber kann die Steuerlast glatt verdoppeln. mehr

