Betreuung statt Geld
In Deutschland wird aktuell gut ein Fünftel der Kinder unter drei Jahren in Kitas oder öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Damit liegt die Bundesrepublik deutlich hinter Staaten wie Dänemark, Schweden oder Frankreich.
Themen
Immerhin, Deutschland holt auf: Laut Statistischem Bundesamt lag die Betreuungsquote für unter Dreijährige im Jahr 2006 noch bei 13,6 Prozent, stieg dann 2007 auf 15,5 Prozent und 2008 auf 17,7 Prozent. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers ist es allerdings, bis zum Jahr 2013 eine bundesweite Quote von 35 Prozent zu erreichen. Mit dem aktuellen Tempo des Ausbaus würde es allerdings ein Jahr länger dauern.
Gemessen am Bruttoinlandsprodukt nimmt die deutsche Familienförderung über Steuervorteile oder Geldleistungen bereits einen internationalen Spitzenplatz ein - bei der Kleinkindbetreuung aber hinkt die Bundesrepublik hinterher. Deshalb wäre es wichtig, statt einer weiteren finanziellen Förderung die Kita-Ausbaupläne rascher voranzutreiben. Denn eine gute Infrastruktur verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vermeidet Kinderarmut und stärkt langfristige Wachstumskräfte.
-
iwd 5. April 2012
Alleinerziehende: Der Ganztag zahlt sich aus
Mehr Krippen- und Ganztagsplätze würden Alleinerziehenden und ihren Kindern Entlastung und handfeste Vorteile verschaffen. Auch für den Staat und die Gesellschaft rentiert sich der Ausbau der Ganztagsbetreuung. mehr
-
Veranstaltungen 29. März 2012
Pressekonferenz: Die Auswirkungen von Ganztagesbetreuung für die Kinder von Alleinerziehenden
-
IW-Nachrichten 8. November 2011
Koalitionsbeschlüsse in Sachen Betreuungsgeld: Ein falscher Ansatz
Es gibt zwar immer mehr Kita-Plätze für die Kleinsten – doch noch lange nicht genug. Noch fehlen mehr als 230.000 Plätze für Kleinkinder, um bis 2013 jedes dritte in der Republik wohl betreut zu wissen. Noch bevor dieses Ziel der Regierung umgesetzt ist, setzt die Koalition mit den jüngsten Beschlüssen eine andere Priorität und möchte mit dem Betreuungsgeld ab dem Jahr 2013 jene Eltern finanziell unterstützen, die das Angebot des Staates nicht in Anspruch nehmen – ein falscher Ansatz. mehr
-
iwd 14. Juli 2011
Kindergeld: Familienpolitik ist mehr als Cash
Vor 50 Jahren wurde in Deutschland das Kindergeldgesetz verabschiedet – seitdem wird diese familienpolitische Leistung aus Bundesmitteln gezahlt. In den 1960er Jahren gab es allerdings erst für das zweite Kind und weiteren Nachwuchs diese finanzielle Unterstützung durch den Staat, umgerechnet 13 Euro beziehungsweise 20 Euro monatlich. Heute beträgt das Kindergeld ein Vielfaches dessen und ist der größte Posten aller Familienleistungen. mehr
IW-Nachrichten - 10. November 2009
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

