Neuer Elan
Nachdem es 2009 etwas still geworden war um das Thema Entbürokratisierung, hat die Bundesregierung Ende Januar mit neuen Beschlüssen den Bürokratieabbau wieder auf die Agenda gebracht: Die administrativen Belastungen für die Wirtschaft sollen bis 2011 um ein Viertel gegenüber 2006 verringert werden – und zwar netto.
Außerdem sollen zukünftig auch Verwaltungen und Bürger von Bürokratie entlastet werden, nicht wie bisher allein die Unternehmen. Ein weiterer Pluspunkt: Neben den Informations- und Bearbeitungspflichten als bisherige Basis der Bürokratiemessung soll nun endlich die Gesamtbelastung erfasst werden.
Zu den Bereichen, die die Regierung besonders unter die Lupe nehmen will, zählen steuerliche und zollrechtliche Nachweispflichten sowie die Steuererklärung. Da das Steuerecht bislang mit 21 Milliarden Euro für fast die Hälfte der Kosten aus Informationspflichten in der Wirtschaft verantwortlich ist, wird es hier wohl auch die größten Entlastungen geben. Erleichterungen bringt auch eine Harmonisierung und Verkürzung von Aufbewahrungs- und Prüfungspflichten nach dem Handels-, Steuer- und Sozialrecht.
Themen
Nachholbedarf hat Deutschland gegenüber anderen EU-Ländern zudem beim sogenannten E-Government: Elektronische Antrags- und Genehmigungsverfahren sollen daher vereinfacht werden. Ein weiteres Feld für Vereinfachungen ist das Planungs- und Baurecht. Hiervon profitieren beide Seiten: die Verwaltung sowie durch schnellere und übersichtlichere Verfahren auch die Wirtschaft.
Jetzt müssen die betreffenden Ressorts die konkreten Maßnahmen ausarbeiten. Dies soll noch 2010 geschehen, damit bis 2011 die Umsetzung nachgewiesen werden kann.
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iwd 29. März 2012
Arbeits- und Sozialrecht: Von Mutterschutz bis Mitbestimmung
Wenn ein Betrieb neue Mitarbeiter einstellt, ist das grundsätzlich eine gute Sache. Doch das zusätzliche Personal kann die Beachtung aufwendiger Regelungen nach sich ziehen. Bemühungen, das Vorschriften-Dickicht zu entwirren, sind bisher nicht sonderlich weit gediehen. mehr
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iwd 8. März 2012
Bürokratiekosten: Kosten sind auch hausgemacht
Eine aktuelle Unternehmensbefragung der Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) Consult im Auftrag der vwb - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. zeigt, dass neue EU-Richtlinien in den Unternehmen hohe administrative Kosten verursachen. mehr
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IW-Nachrichten 23. Januar 2012
Bürokratieabbau: Eins vor, zwei zurück
Eigentlich möchte die Bundesregierung die Bürokratie durch Steuergesetze reduzieren, hierzu ist etwa eine Reduktion der Aufbewahrungsfrist für Steuerunterlagen angedacht. Doch mit der Gelangensbestätigung für innergemeinschaftliche Lieferungen zeigt das Finanzministerium nun erst mal Elan beim Bürokratieaufbau. mehr
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iwd 11. Januar 2012
Freie Berufe: Bürokratie bremst Konkurrenz aus
In Deutschland arbeiteten zuletzt mehr als 1,1 Millionen Freiberufler – als selbstständige Ärzte, Anwälte, Künstler oder Unternehmensberater. Insgesamt sind in Kanzleien, Praxen oder Ingenieurbüros mehr als 4,2 Millionen Menschen tätig. mehr
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Pressemitteilung 30. November 2011
Bürokratiekosten: Eine Frage des Spielraums
Je höher der Gestaltungsspielraum der Mitgliedsstaaten bei der Umsetzung von EU-Richtlinien ist, desto mehr unterscheiden sich von Land zu Land die administrativen Kosten, die Unternehmen schultern müssen. Das zeigt eine aktuelle Befragung von Betrieben in Deutschland, Frankreich und Spanien durch die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. mehr
IW-Nachrichten - 1. Februar 2010
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

