Sichere Versorgung aus der Ostsee
Deutschland muss einen großen Teil seiner Energierohstoffe importieren. Das gilt auch für Erdgas. Die Ostseepipeline Nord Stream soll künftig einen Beitrag dazu leisten, die Gasversorgung aus Russland nach Europa langfristig zu gewährleisten.
Nur 14 Prozent des Gases stammen aus Deutschland selbst. Den größten Anteil steuert mit 37 Prozent Russland bei. Norwegen und die Niederlande folgen mit 26 beziehungsweise 19 Prozent. Das Gas kommt heute fast ausschließlich über Pipelines nach Deutschland – und neue sind bereits in Planung. So beginnen aktuell die Bauarbeiten für die neuen Rohre von Nord Stream durch die Ostsee; geplant sind South Stream durch das Schwarze Meer und Nabucco vom Kaukasus durch die Türkei. Gasspeicher, bessere Netze in Europa und Flüssiggastransport können ebenfalls dafür sorgen, dass kurzfristige Ausfälle, wie sie durch den russisch-ukrainischen Gasstreit mehrfach aufgetreten sind, keine Versorgungsengpässe mehr auslösen.
Themen
Eine sichere Versorgung ist wichtig. Schließlich spielt Erdgas eine immer größere Rolle bei der Energieversorgung Deutschlands. Knapp 22 Prozent der Energie stammen inzwischen aus Gas. Bei der Stromerzeugung ist der Gasanteil auf zuletzt fast 13 Prozent gestiegen. Anfang der 1990er Jahre waren es gerade einmal 6 Prozent. Zudem wird kaum ein Neubau heute ohne Gasheizung errichtet.
-
Interviews 4. Mai 2012
Hubertus Bardt im Deutschlandfunk: "Back-up-Kraftwerke" für Versorgungssicherheit vergüten
Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln sagt im Interview mit dem Deutschlandfunk, dass Kraftwerke, die nur für die Stromsicherung bereitstünden und wenige Stunden im Jahr laufen würden, sich nicht finanzieren könnten. Diese sollten daher extra vergütet werden. mehr
-
iwd 3. Mai 2012
Erdgas: Neue Pipelines in Planung
In ganz Europa ist Erdgas in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Energiequellen geworden. Doch auch wenn sich die EU-Staaten teilweise noch selbst versorgen können - ein großer und wachsender Teil des Gases muss importiert werden, vor allem aus Russland. mehr
-
iwd 16. Februar 2012
Emissionshandel: Alles im Schlot
Weil CO2-Verschmutzungszertifikate derzeit wenig kosten, plädieren einige Politiker bereits für eine Preisuntergrenze. Doch die ist gar nicht nötig. Denn der Zertifikatepreis hat keinen Einfluss auf die festgelegte Emissionsmenge. mehr
-
iwd 1. Februar 2012
Energieversorgung: Ein Fossil wird sauber
Obwohl Wind, Sonne und Wasser als Energiequellen immer wichtiger werden, geht es nicht ohne die Braunkohle. Vor allem moderne Kraftwerke können den fossilen Brennstoff schadstoffarm und effizient in Strom umwandeln. mehr

