Wichtige Maßnahmen nicht verschieben
Die unionsgeführten Bundesländer wollen die bessere Finanzausstattung von Schulen, Hochschulen und Forschung aufschieben. Eine Beschlussvorlage der Unionsländer für das Treffen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten am 10. Juni stellt einen neuen Zeitrahmen „bis spätestens 2018“ in Aussicht. Dabei wäre alles vieles eher finanzierbar, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berechnet hat.
Eine bessere Bildung beginnt bereits im frühen Kindesalter – zusätzliche Investitionen in Kita und andere Betreuungen sind daher sinnvoll. Später wären auch zusätzliche Studienplätze vonnöten – denn Jugendliche mit besserer Schulbildung wollen und können häufiger studieren. All diese Maßnahmen könnten schon in fünf Jahren realisiert sein und würden den Staat rund 7 Milliarden Euro kosten. Bei der Finanzierung hilft dem Staat der demografische Wandel: Weniger Kinder bedeuten weniger Kindergeldzahlungen und weniger Schüler im Bildungssystem. Dazu sollte der Staat flächendeckend Studiengebühren einführen. Die Ausgaben des Staates bekommt dieser in Zukunft verzinst wieder zurück in die öffentliche Kasse: Der hoch qualifizierte Nachwuchs kurbelt das Wirtschaftswachstum an und der Fiskus nimmt mehr Steuern ein.
Themen
-
IW-Nachrichten 1. Februar 2012
Deutscher Qualifikationsrahmen: Berufliche Bildung muss sich nicht verstecken
Zeugnisse und Abschlüsse werden künftig in eine Hierarchie eingeordnet – sie erhalten Niveaustufen, je nach Höhe des Abschlusses. Künftig soll das in der gesamten EU so sein. Denn Bildungsbereiche sollen vergleichbar werden, Arbeitgeber besser wissen, welch kluger Kopf hinter der Bewerbung steht, egal, aus welchem EU-Land er kommt. mehr
-
Pressemitteilung 15. September 2011
Bildungsgerechtigkeit: Nachwuchs wird stärker gefördert
Das Bildungssystem in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gerechter geworden – etwa dadurch, dass Kinder aus Migrantenfamilien stärker gefördert werden. So hatten 2009 von den 15-jährigen Migrantenkindern, die zu Hause kein Deutsch sprechen, 71 Prozent länger als ein Jahr den Kindergarten besucht. Sechs Jahre zuvor hatte dieser Anteil erst bei 59 Prozent gelegen. mehr
-
IW-Analysen 5. September 2011
Christina Anger / Christiane Konegen-Grenier / Sebastian Lotz / Axel Plünnecke: Bildungsgerechtigkeit in Deutschland
Gerechtigkeitskonzepte, empirische Fakten und politische Handlungsempfehlungen mehr
-
iwd 14. Oktober 2010
Achtjähriges Gymnasium: Schnelles Abi – und was dann?
Die Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre ist zwar bundesweit eingeleitet, aber noch nicht abgeschlossen. In der Folge strömen in den nächsten Jahren fast jährlich in irgendeinem Bundesland doppelte Abiturientenjahrgänge aus den Schulen. Das beschert Deutschland bis 2015 ein sattes Plus an Erstsemestern. Doch die Hochschulen stellen sich bereits auf den Ansturm ein. mehr
-
iwd 1. Oktober 2009
Bildungsausgaben: Deutschland Mittelmaß
Mit 4,8 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts gibt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich relativ wenig Geld für Bildung aus. Pro Kopf gerechnet liegen die Ausgaben zwar oft nahe am OECD-Durchschnitt, dennoch bleibt die größte Volkswirtschaft Europas in vielen Bereichen unter ihren Möglichkeiten. mehr
IW-Nachrichten - 9. Juni 2010
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

