Kein Skandal
Der Niedriglohnsektor in Deutschland stagnierte zuletzt. Sein Anteil liegt mit rund 21 Prozent etwa auf dem Niveau des Jahres 2003 – das ergeben Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). Dass langfristig der Anteil des Niedriglohnsektors steigt, ist allerdings alles andere als ein Skandal. Denn auch die Zahl der Jobs hat zugenommen.
Niedriglohnsektor und Beschäftigung gehen Hand in Hand. Seit 1995, als der Niedriglohnanteil noch 5 Prozentpunkte niedriger lag als heute, sind immerhin 2,7 Millionen neue Jobs entstanden. Wenn Arbeitslose im Niedriglohnsektor eine Arbeit finden, dann vergrößert sich einerseits zwar der Niedriglohnsektor, aber der Betreffende kann in aller Regel seine soziale Lage deutlich verbessern. Der Status eines Niedriglohnempfängers kann ohnehin nicht mit sozialen Problemen gleichgesetzt werden. Nur eine Minderheit von 22 Prozent der Niedriglohnempfänger ist armutsgefährdet, d.h. hat ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnitts. Die Mehrheit verfügt über weitere Einkommensquellen – zum Beispiel das Einkommen eines Partners – die sie über die Armutsschwelle hinweg heben. Als Niedriglöhner gilt, wer in Westdeutschland weniger als 9,50 Euro in der Stunde verdient, das entspricht dem Tariflohn eines Briefzustellers, eines Gebäudereinigers oder eines Verkäufers im Einzelhandel.
Themen
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IW-Nachrichten 22. Februar 2012
Befristete Beschäftigung: Aufregung ohne sachlichen Grund
Nahezu die Hälfte neuer Mitarbeiter wird heutzutage zunächst befristet eingestellt, hat das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ausgerechnet. Der Befristungsanteil ist mit heute 45 Prozent zwar höher als im Jahr 2001, als er erst 32 Prozent betrug. Er lag zuletzt allerdings auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2004. Seither schwankt der Anteil mit geringen Abweichungen nach oben und unten. mehr
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Argumente zu Unternehmensfragen 3. November 2011
Arbeitszufriedenheit: Die meisten haben Spaß an der Arbeit
Wie zufrieden sind die Deutschen mit ihrer Arbeit? Trifft die Behauptung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) zu, dass ein Drittel der Arbeitnehmer in „schlechter Arbeit“ und nur 15 Prozent in „guter Arbeit“ tätig sind? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat nachgerechnet und kommt zu ganz anderen Ergebnissen: Die meisten Arbeitnehmer sind zufrieden. An diesem Befund hat sich in den vergangenen Jahren auch kaum etwas geändert. mehr
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Argumente zu Unternehmensfragen 1. März 2011
Jobs: Meist auf Dauer angelegt
Die Arbeitswelt moderner Prägung – so lautet eine weit verbreitete Auffassung – verlange immer mehr berufliche Flexibilität. Der Arbeitnehmer arbeite nicht mehr wie früher über lange Jahre in einem Betrieb, sondern ziehe wie ein Nomade dem nächsten, kurzfristigen Job hinterher. Dabei bleibe auch die soziale Absicherung auf der Strecke. Diese Vorstellung hat indes nichts mit der Realität gemein: In der Regel sind Beschäftigungsverhältnisse nach wie vor auf Dauer angelegt. mehr
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iwd 29. Juli 2010
Einkommen: Mehr Menschen berufstätig
Ungeachtet der aktuellen Wirtschaftskrise zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in aufstrebender Form: Von 1998 bis 2008 ist nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen um fast 2,4 Millionen gestiegen. mehr
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Pressemitteilung 7. März 2010
Beschäftigung: Vollzeitjobs nicht auf der Kippe
Vier von zehn Menschen im erwerbsfähigen Alter haben in Deutschland einen unbefristeten Vollzeitjob – das war vor zehn Jahren nicht anders. Die unbefristete Teilzeitbeschäftigung gewinnt dagegen seit Jahren an Bedeutung. Mittlerweile haben 10 Prozent der Bundesbürger einen solchen Arbeitsplatz. mehr
IW-Nachrichten - 28. Juli 2010
Kommentare zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft.

