Strukturwandel

Strukturwandel Quelle: Igor Tarasov/FotoliaDie sogenannte Tertiarisierung, also die Verschiebung der wirtschaftlichen Kräfte von der Industrie zu den Dienstleistungen, hat in den vergangenen Jahrzehnten die etablierten Volkswirtschaften geprägt. Dank des steigenden Wohlstands und kürzerer Arbeitszeiten haben die Menschen mehr Zeit und Geld für Reisen, Kino- und Restaurantbesuche und andere schöne Dinge des Lebens. Beschleunigt wird der Strukturwandel durch den verschärften internationalen Wettbewerb. Dem Konkurrenzdruck der aufstrebenden Schwellenländer begegnen die entwickelten Nationen, indem sie sich auf jene Produktionsbereiche spezialisieren, in denen sie den Wettbewerbern überlegen sind. Deutsche Firmen konzentrieren sich daher im Inland häufig auf anspruchsvolle Aufgaben wie Forschung und Entwicklung und wickeln einfache Fertigungsprozesse im Ausland ab.

 

An die Beschäftigten stellt der Strukturwandel hohe Anforderungen: Sie müssen sich fortbilden und häufiger als früher den Wohnort, den Job oder sogar den Beruf wechseln. Damit Deutschland mit den globalen Veränderungen Schritt halten kann, muss die Politik für ausreichend Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt sorgen. Jobs in nicht mehr konkurrenzfähigen Branchen müssen rasch abgebaut werden können. Zugleich ist der Weg für Existenzgründungen und Einstellungen in aufstrebenden Wirtschaftsbereichen zu erleichtern.

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 ...
 
iwd
Nr. 37 vom 15. September 2011
Reindustrialisierung: Zurück zur Industrie
Anfang der 1990er Jahre lag die Industrie in Ostdeutschland infolge der Öffnung für den Weltmarkt am Boden. Mittlerweile nähern sich die Industriequoten in Ost und West immer mehr an. Die Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult hat analysiert,  woran das liegt.
mehr
iwd
Nr. 5 vom 2. Februar 2012
 Regionalpolitik: Vorfahrt für den Westen
Die Regionalförderung hat in Ostdeutschland zwei Jahrzehnte lang gute Arbeit geleistet. Jetzt sollte allerdings umgesteuert werden – im Westen sind einige Regionen dringend auf Fördermittel angewiesen.
mehr
IW-Nachrichten
20. Dezember 2011
Regionalpolitik: Aufbau West
Seit zwei Jahrzehnten stehen die östlichen Bundesländer im Mittelpunkt der deutschen Regionalförderung, gut 90 Prozent der Investitions- und Infrastrukturhilfen flossen in die Regionen zwischen Ostsee und Erzgebirge. Zukünftig besteht der größte Bedarf jedoch an Rhein und Ruhr, wo die Städte mit der höchsten Arbeitslosigkeit Westdeutschlands liegen.
mehr
IW-Nachrichten
9. November 2011
Aufbau Ost: Soli nutzt Schäuble
Die Senkung des Solidaritätszuschlags ist zunächst einmal wieder vom Tisch. Die Steuerzahler sollen anders entlastet werden. Doch kaum war die Idee ausgesprochen, wurde reflexartig von ostdeutschen Politikern Widerstand angekündigt. Dabei fließen die Einnahmen aus dem Soli – derzeit 12 Milliarden Euro – zu einem immer geringeren Anteil gen Osten.
mehr
iwd
Nr. 34 vom 25. August 2011
Regionalanalyse: Länger leben in der Komfortzone
Ob München, Dresden oder Potsdam: Sowohl im Westen als auch im Osten gibt es Gegenden, in denen es sich besser leben lässt als in anderen. Dass mehr Wohlstand kein Selbstzweck ist, zeigt ein Blick auf die unterschiedliche Lebenserwartung.
mehr
1 2 3 4 5 ...
Ansprechpartner
Prof. Dr. Michael Grömling
Telefon:
0
221 4981-776
zum Profil