Pharmastandort Deutschland

Die Pharmazeutische Industrie trägt maßgeblich zum medizinischen Fortschritt und damit zu einer höheren Lebenserwartung und verbesserten Lebensqualität der Menschen bei. In der öffentlichen Debatte in Deutschland dominieren allerdings die mit dem medizinischen Fortschritt einhergehenden höheren Ausgaben im Gesundheitswesen.

 

Die Pharmabranche gehört zu den dynamischsten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes und wächst weitgehend unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Aufgrund ihrer Forschungsintensität sind die Pharmaunternehmen auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, umgekehrt bieten sie aber auch attraktive Beschäftigungschancen. Auch in Zukunft hat die Pharmabranche aufgrund der Alterung der Bevölkerung in den Industrieländern, der wachsenden Weltbevölkerung sowie weltweit steigender Einkommen gute Wachstumsperspektiven.

 

Die Öffnung der Märkte bietet den deutschen Pharma-Unternehmen einerseits neue Absatzchancen, andererseits verschärft sich gleichzeitig der Standortwettbewerb. In Deutschland angesiedelte Unternehmen müssen sich gegen internationale Mitbewerber behaupten, die an anderen Standorten oft bessere Forschungs- und Produktionsbedingungen vorfinden. Die Politik steht daher vor der schwierigen Aufgabe, den Pharmastandort Deutschland mit Blick auf Investitionen, Innovationen und qualifizierte Beschäftigung zu stärken und gleichzeitig für eine möglichst gute medizinische Versorgung der Bevölkerung zu sorgen.

Mehr zum Thema

1 2
 
IW-Nachrichten
9. Juli 2010
Arzneimittelmarkt: Fairer Wettbewerb statt Nachfragemonopol
Für patentgeschützte Medikamente müssen Pharma-Unternehmen in Zukunft Preisrabatte mit den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) aushandeln. Doch echten Wettbewerb auf dem Arzneimittelmarkt bringt das nicht, solange AOK, Barmer und Co. unter dem Dach des GKV-Spitzenverbands auftreten.
Newsletter (in Englisch)
Nr. 4 vom 8. Juli 2010
The Research-Based Pharmaceutical Industry: Resistant against Business Cycle Fluctuations
The pharmaceutical industry in general and the group of research-based pharmaceutical companies in particular are less business cycle-dependent than other German industries.
iwd
Nr. 23 vom 10. Juni 2010
Pharmaindustrie und Medizintechnik: Erfolg braucht den richtigen Rahmen
Die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie sowie der Medizintechnik haben in den vergangenen Jahren die Wirtschaft in Deutschland gestützt und viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Unter anderem aufgrund der alternden Bevölkerung sind auch die weiteren Perspektiven der beiden Branchen günstig. Allerdings muss die Politik dazu die richtigen Rahmenbedingungen setzen.
IW-Nachrichten
26. März 2010
Arzneimittelausgaben: Verhandlungslösung ja, Zwangsrabatte nein
Angesichts des erwarteten Milliardenlochs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird wieder einmal im Arzneimittelbereich nach Sparmöglichkeiten gesucht – gefunden wurden Preismoratorien und Zwangsrabatte. Die Heilungschancen für das kränkelnde System sind allerdings größer, wenn direkte Verhandlungen für mehr Wettbewerb auf dem Arzneimittelmarkt sorgen.
1 2
Ansprechpartner
Dr. Jasmina Kitanovic
Telefon:
0
221 4981-813
zum Profil