Immobilien

Immobilien Ray FotoliaRund die Hälfte des deutschen Privatvermögens ist in Immobilien angelegt. Das Geschäft mit Büros, Wohnungen und Einfamilienhäusern strahlt auf die Gesamtwirtschaft aus. Das zeigt nicht zuletzt das Platzen der US-Immobilienblase, die die Weltwirtschaft in eine Krise stürzte. Sinken die Werte der Häuser, fühlen sich die Eigentümer ärmer und drosseln ihren Konsum. Anders als viele andere Länder erlebte Deutschland keinen Immobilienboom, weil bereits im Zuge der Wiedervereinigung der Bau florierte und die Preise sich seither auf niedrigem Niveau bewegen. Außerdem steht in der Immobilienfinanzierung die Sicherheit in der Prioritätenliste weit oben, was sich beruhigend auf die Immobilienmärkte auswirkt.

 

Viele internationale Investoren wollen im deutschen Markt investieren, weil sichere Anlagen wieder gefragt sind. Hierzu fehlen ihnen jedoch die geeigneten Anlagen, weil vor allem Immobilienaktien in Deutschland unterentwickelt sind. Dies liegt insbesondere an regulatorischen Eingriffen, wie etwa der Tatsache, dass Immobilienaktiengesellschaften in Deutschland keine Wohnimmobilien halten dürfen.


Immobilien spielen eine bedeutende Rolle für den Kampf gegen den Klimawandel. In Gebäuden entsteht ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen. Weil moderne Häuser nur einen Bruchteil der Energie von Altbauten benötigen, wäre eine energetische Sanierung vielfach sinnvoll. Doch dies geht ins Geld, und zahlt sich erst nach Jahrzehnten aus – möglicherweise nicht mehr zu Lebzeiten vieler Investoren, denn mehr als die Hälfte der deutschen Hausbesitzer ist älter als 60 Jahre. Die Politik hat erkannt, dass die Eigentümer Unterstützung brauchen. Doch die bisherigen Förderinstrumente sind zu kompliziert. Würde man die vorhandenen Programme bündeln, wäre schon ein wichtiger Schritt getan.

 

Zur Website der Forschungsstelle Immobilienökonomik

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 ...
 
iwd
Nr. 13 vom 31. März 2011
Energetische Sanierung: Für Vermieter oft ein Verlustgeschäft
Knapp 1 Prozent der Wohngebäude in Deutschland wird jährlich saniert – zu wenig, um den CO2-Ausstoß deutlich zu senken. Damit die Bundesregierung ihre Energiesparziele erreicht, wäre eine Verdoppelung der Quote auf 2 Prozent erforderlich. Doch vor allem für Vermieter rechnen sich energetische Maßnahmen häufig nicht.
mehr
iwd
Nr. 10 vom 10. März 2011
Immobilienpreise: Deutsche Wohnungen besonders attraktiv
Um das Anlagerisiko zu streuen, investieren Immobilienfonds und -aktiengesellschaften zunehmend international. Tatsächlich aber lassen sich die Risiken so kaum verringern, da sich die Preise auf den Büro- und Häusermärkten weitgehend parallel entwickeln. Nur deutsche Wohnimmobilien sind dem allgemeinen Trend zuletzt nicht gefolgt – dies macht sie für Investoren besonders attraktiv.
mehr
Pressemitteilungen
Nr. 9 vom 9. März 2011
Immobilienpreise: Meist im Gleichschritt
Um ihre Risiken zu streuen, haben die großen deutschen Immobilieninvestoren in den vergangenen Jahren ihr Kapital zunehmend international angelegt. So investierten die offenen Immobilienfonds im Herbst 2009 gut 70 Prozent ihres Anlagevermögens im Ausland – dreieinhalb Jahre zuvor hatte der Auslandsanteil erst 57 Prozent betragen. 
mehr
IW-Nachrichten
12. Januar 2011
Immobilien: Preise und Mieten ziehen weiter an
Für die deutsche Immobilienbranche war 2010 ein erfolgreiches Jahr. Preise und Mieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien sind wieder stärker gestiegen. In Großbritannien und Spanien hingegen scheint die Krise noch nicht ausgestanden.
mehr
1 2 3 4 5 ...
Ansprechpartner
Tim Clamor
Telefon:
0
221 4981-796
zum Profil
Dr. Ralph Henger
Telefon:
0
221 4981-744
zum Profil
Prof. Dr. Michael Voigtländer
Telefon:
0
221 4981-741
zum Profil