Energie und Rohstoffe
Deutschland setzt wie kein anderes Land auf erneuerbare Energien. In der Stromerzeugung, aber auch im Wärme- und Verkehrssektor deckt die Energie etwa aus Biomasse und Wind bereits einen großen Teil des Bedarfs. Erneuerbare Energien helfen nicht nur dem Klima und verringern die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Herstellung und der Betrieb der Anlagen sind zudem ein gutes Geschäft für die deutsche Wirtschaft. Dennoch kann Deutschland vorerst nicht auf fossile Brennstoffe verzichten. Als Übergangstechnologie leistet auch die Kernenergie einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung.
Die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle stammen zu mehr als 70 Prozent aus dem Ausland. Darüber hinaus importiert die deutsche Wirtschaft viele für die Produktion wichtige Metalle. Der Geschäftserfolg der Industrie hängt also auch von den Metallpreisen ab, die sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als vervierfacht haben. Das zeigt der
Industriemetallpreis-Index des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Darin sind Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium, Eisenerz und Gold entsprechend ihres Anteils an den deutschen Importen gewichtet. Die Teuerung von Metallen und fossilen Energieträgern zwingt die Unternehmen dazu, sparsamer mit diesen Rohstoffen umzugehen, etwa indem sie einmal verwendete Materialien wiederverwerten und sparsamere Maschinen einsetzen.