Pflegeversicherung
Die Soziale Pflegeversicherung schützt derzeit rund 70 Millionen Deutsche – zumindest teilweise – vor dem finanziellen Risiko der Pflegebedürftigkeit. Wenn die Pflichtversicherten zu Pflegefällen werden, erhalten sie Leistungen, deren Höhe sich nach dem Grad ihres Pflegebedarfs bemisst.
Die Pflegeversicherung ist umlagefinanziert, das heißt die laufenden Beitragseinnahmen werden unmittelbar für die anfallenden Ausgaben verwendet. Damit droht der Pflegeversicherung ein demografisch bedingtes Finanzierungsproblem, denn die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich bis 2050 etwa verdoppeln – und damit auch die Zahl der benötigten Pflegekräfte und Heimplätze drastisch steigen. Wenn die Politik nichts unternimmt, müssten die Beitragssätze bis Mitte des Jahrhunderts auf 5 Prozent des Bruttolohns steigen.
Doch statt die Pflegeversicherung demografiefest zu machen, hat die Politik noch neue Leistungsansprüche draufgesattelt. Einen Ausweg aus dem Dilemma steigender Beitragssätze für nachfolgende Generationen bietet der Umstieg auf ein kapitalgedecktes System, das die Menschen verpflichtet, für die eigene Pflege vorzusorgen.