Krankenversicherung

Krankenversicherung Amy Walters FotoliaDeutschland gibt mehr als ein Zehntel seiner volkswirtschaftlichen Leistung für den Gesundheitssektor aus; den Großteil davon für die gesetzlichen Krankenkassen. In den vergangenen Jahrzehnten konnten deren Einnahmen nur deshalb mit den steigenden Ausgaben Schritt halten, weil die Beitragssätze ständig angehoben wurden. Die Alterung der Bevölkerung und der medizinische Fortschritt werden die Gesundheitsausgaben künftig weiter treiben.

 

Die Gründe für die ausufernden Kosten sind aber zum Teil auch im System selbst verankert. Für Versicherte lohnt es sich, die kostspieligsten Therapien und Medikamente in Anspruch zu nehmen, denn auf den persönlichen Beitrag hat dies keinen direkten Einfluss. Würde sich mehr Kostenbewusstsein im Portemonnaie der Patienten niederschlagen, hätten sie ein größeres Interesse, bei gleicher Leistung den günstigsten Anbieter zu wählen. Deshalb sollten die Versicherungsbeiträge je nach Wahl der Leistungsanbieter unterschiedlich hoch ausfallen dürfen. Dazu sollte an die Stelle des derzeitigen einkommensabhängigen Krankenkassenbeitrags eine Versicherungsprämie treten. Für Einkommensschwache könnte der Versicherungsschutz dabei über einen steuerfinanzierten Transfer sichergestellt werden.

 

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28.6.2010, Die Gesundheitsprämie