Einkommensverteilung

Einkommensverteilung mankale FotoliaDie Einkommensungleichheit nimmt in Deutschland wie auch in vielen anderen Industrienationen tendenziell zu. Allerdings greift der Staat so stark in die Verteilung ein, dass von einem Auseinanderdriften der Gesellschaft keine Rede sein kann. Im Gegensatz zu den Markteinkommen ist der Unterschied zwischen den Nettoeinkommen deshalb zuletzt nahezu konstant geblieben. Denn einerseits zahlt der Staat Sozialleistungen wie Kindergeld, Renten, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe. Und andererseits zwackt er Steuern und Sozialabgaben ab – je höher das Einkommen, desto mehr kassiert der Fiskus. Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher schultert dabei mehr als die Hälfte der Einkommenssteuerlast. Das untere Fünftel zahlt so gut wie gar keine Lohnsteuer, bezieht aber einen Großteil der staatlichen Transfers.

 

Immer mehr Umverteilung hat jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt. Die Leistungsbereiten werden sich kaum ins Zeug legen, wenn der Staat sie um den Lohn ihrer Arbeit bringt. Nur wenn harte Arbeit und ein Wissensvorsprung belohnt werden, entsteht ein Anreiz, in die eigene Bildung und die der Kinder zu investieren. Letztlich ist auch den Einkommensschwächeren gedient, wenn die Leistungsbereitschaft erhalten bleibt. In einer wachsenden Volkswirtschaft verbessern sich die Einkommensschwächsten auch dann, wenn ihr relativer Anteil am Erwirtschafteten schrumpft. Würgt man jedoch die Leistungsbereitschaft ab, ist der gesamte Wohlstandszuwachs geringer. Die Einkommensschwachen erhalten dann weniger als zuvor, obwohl ihr relativer Anteil steigt.

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Pressemitteilungen
Nr. 12 vom 30. März 2011
Einkommensverteilung: Haushalte gleichen weniger aus
Das Gefälle der Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich stärker geworden. Die Ungleichheit der Bruttoeinkommen stieg von 1998 bis 2008 um 13 Prozent, die der Nettoeinkommen – also der Bruttoverdienste abzüglich Steuern und Sozialabgaben – sogar um 15 Prozent. Wenn man speziell die Entwicklung der Einkommensverteilung von Paar-Haushalten näher betrachtet, zeigt sich allerdings, dass die individuellen Einkommen kaum auseinandergedriftet sind.
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iwd
Nr. 13 vom 31. März 2011
Einkommensverteilung: Gleich und gleich gesellt sich öfter
Die Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland sind heute deutlich ungleicher verteilt als Ende der 1990er Jahre. Tatsächlich sind in den vergangenen Jahren aber weniger die individuellen Einkommen auseinandergedriftet. Vielmehr ist der Einkommensausgleich in den Haushalten nicht mehr so stark, weil zunehmend Partner mit ähnlichen Einkommen zusammenleben.
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IW-Nachrichten
24. Februar 2011
Binnennachfrage: Sparen nicht verteufeln
Das DIW berichtet, dass im letzten Konjunkturzyklus, also vor der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise, steigende Einkommensungleichheit den Privaten Verbrauch und damit die Binnennachfrage geschwächt habe, weil reiche Haushalte mehr sparen als einkommensschwache Haushalte. Der private Verbrauch ist jedoch nur ein Teil der Binnennachfrage. Es macht daher keinen Sinn zwischen gutem Konsum und schlechten Ersparnissen zu unterscheiden.
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