Sozialpolitik
Der deutsche Sozialstaat ist aus dem Gleichgewicht geraten. Immer mehr Menschen leben von Transferzahlungen. Deutschland gibt etwa ein Drittel seines Bruttoinlandsprodukts für Sozialleistungen aus und liegt damit in der Spitze der Industrienationen.
Der demografische Wandel wird den Bedarf an sozialer Sicherung weiter erhöhen. Die Zahl der Rentner wächst und diese nehmen immer teurere medizinische Leistungen in Anspruch. Gleichzeitig verringern sich die Finanzierungsspielräume des Sozialstaats, weil aufgrund der demografischen Entwicklung weniger Menschen arbeiten und Sozialbeiträge entrichten. Die Politik hat die Aufgabe, die sozialen Sicherungssysteme finanzierbar zu gestalten. Zum einen muss deshalb alles getan werden, damit möglichst viele Erwerbsfähige auch tatsächlich einer Arbeit nachgehen. Zum anderen führt kein Weg daran vorbei, die Leistungen des Sozialstaats auf das Notwendige zu begrenzen.