Sozialpolitik

Sozialpolitik Nicole Effinger FotoliaDie Soziale Marktwirtschaft steht für das Versprechen, das wirtschaftlich Vernünftige und das sozial Erwünschte in eine Balance zu bringen. Allerdings gerät der deutsche Sozialstaat zunehmend aus dem Gleichgewicht. Immer mehr Menschen leben von Transferzahlungen. Deutschland gibt etwa ein Drittel seines Bruttoinlandsprodukts für Sozialleistungen aus und liegt damit in der Spitze der Industrienationen.

  

Der demografische Wandel wird den Bedarf an sozialer Sicherung weiter erhöhen. Die Zahl der Rentner wächst und diese nehmen immer teurere medizinische Leistungen in Anspruch. Gleichzeitig verringern sich die Finanzierungsspielräume des Sozialstaats, weil aufgrund der Alterung und Schrumpfung der Gesellschaft weniger Menschen arbeiten und damit Sozialbeiträge entrichten. Die Politik hat die zentrale Aufgabe, die sozialen Sicherungssysteme finanzierbar zu gestalten. Zum einen muss deshalb alles getan werden, damit möglichst viele Erwerbsfähige auch tatsächlich einer Arbeit nachgehen. Zum anderen führt kein Weg daran vorbei, die Leistungen des Sozialstaats auf das Notwendige zu begrenzen.

 

 

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...
 
IW-Analysen
1. Juni 2009
Jochen Pimpertz / Nicole Horschel / Christoph Schröder: Soziale Umverteilung in Deutschland
Bestandsaufnahme und Ansätze zu einer rationalen Neukonzeption
iwd
Nr. 35 vom 1. September 2010
 Beschäftigung: Aktive Generation 50plus
Weil ältere Menschen angeblich große Schwierigkeiten haben, ihren Job zu behalten oder gar eine neue Stelle zu finden, lehnen Kritiker den ab 2012 vorgesehenen Einstieg in die Rente mit 67 Jahren ab. Die Statistik zeigt allerdings ein anderes Bild: Der Arbeitsmarkt für die reifen Semester wird seit Jahren immer besser.
IW-Nachrichten
16. August 2010
Bildungs-Card: Eine gute Idee
Bis Ende des Jahres muss die Regierung aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Hartz-IV-Regelsätze neu berechnen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen plant in diesem Zusammenhang die Einführung einer elektronischen Bildungs-Card für Hartz-IV-Kinder, die später auch für alle Kinder durch private Spenden zur Verfügung stehen soll.
iwd
Nr. 4 vom 28. Januar 2010
Sozialleistungen: Gefährdete Balance
Schon heute bezieht fast jeder zweite Wahlberechtigte in Deutschland staatliche Transfers. Statistisch betrachtet dürfte bald auf jeden Erwerbstätigen ein Rentner, Arbeitsloser oder Sozialgeldempfänger kommen. Zuletzt bezogen 26,4 Millionen Menschen Sozialleistungen.
IW-Nachrichten
26. August 2010
Rente mit 67: Sonderfaktoren drücken Quote
Mindestens 50 Prozent der 60- bis 65-Jährigen müssen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, andernfalls ist die Rente mit 67 nicht akzeptabel - so meinen Teile der SPD. Warum etwa die nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigten Beamten bei dieser Betrachtung außen vor bleiben sollen, bleibt allerdings ein Rätsel. Bezieht man diese und andere Beschäftigungsformen mit ein, dann ist die – vollkommen willkürlich festgelegte – Grenze von 50 Prozent in Teilbereichen praktisch erreicht.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ...