Geldpolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist der Preisstabilität verpflichtet. Ihr Ziel ist es, die Inflationsrate mittelfristig knapp unter 2 Prozent zu halten. Diese Vorgabe hat die EZB alles in allem gut erfüllt und dem Euro in den mehr als zehn Jahren seines Bestehens zu einer stabilen Währung gemacht. Vor allem mit der Festsetzung des Leitzinses steuert die Zentralbank den Zinssatz am Interbankenmarkt, also dem Markt, auf dem die Banken untereinander und mit der EZB Geld handeln. Aus der bereitgestellten Basisgeldmenge schöpfen die Banken durch Kreditvergabe und Wertpapierkäufe diejenige Geldmenge, die die Bürger und Unternehmen im täglichen Wirtschaftsleben verwenden. Die Herausforderung für die Zentralbank besteht darin, das Zinsniveau richtig zu wählen, damit nicht zu viel Geld in der Wirtschaft umläuft und Inflation entsteht.

 

Geldwertstabilität ist der Garant für eine nachhaltige und stabile Wirtschaftsentwicklung. Phasen der übermäßigen Geldentwertung untergraben das Vertrauen in die Kaufkraft und verursachen eine Umverteilung zwischen Schuldnern und Gläubigern. Eine unzuverlässige Geldpolitik führt zu einer unzuverlässigen Währung, die die Integration der heimischen Wirtschaft in die Weltwirtschaft behindert. Eine erfolgreiche Geldpolitik gehört daher zum Erfolgsmodell des Exportweltmeisters Deutschland.

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 ...
 
IW-Nachrichten
2. Dezember 2011
Eurokrise: Zentralbanken erkaufen nur Zeit
Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken von Kanada, den USA, der Schweiz und Großbritannien haben dem globalen Finanzsystem mehr Liquidität zur Verfügung gestellt. Konkret hieß das: Die Notenbanken haben es den Banken erleichtert, sich Dollar Liquidität zu beschaffen. Zudem werden EZB und Co. den Banken zusätzlich bis auf weiteres mittels Auktionen für drei Monate Geld leihen.
mehr
IW-Nachrichten
26. Januar 2012
Griechenland: EZB könnte ohne Verluste helfen
Die Verhandlungen um die griechische Umschuldung sind in der heißen Schlussphase. Zuletzt tauchte die Forderung auf, auch die Europäische Zentralbank (EZB) solle sich daran beteiligen. Die Währungshüter wehren sich allerdings – zu Recht. Doch es gibt einen eleganten Ausweg.
mehr
Interviews
3. Februar 2012
Michael Hüther im Kölner Stadt-Anzeiger: "Die Sparpläne zu erfüllen ist die Aufgabe einer Dekade"
Der Rettungsschirm EFSF könnte einspringen und eine temporäre zwangsweise Rekapitalisierung der Banken in Europa vornehmen, sagt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. "Wir diskutieren die ganze Zeit, wie wir das Löschmittel in den Feuerlöscher hineinbekommen, ohne den Feuerlöscher nachher einsetzen zu wollen", so Hüther. Das werde nicht funktionieren.
mehr
iwd
Nr. 5 vom 2. Februar 2012
 Eurokrise: Vom Glück der billigen Schulden
Auch wenn sich die Bundesbürger derzeit eher wie die Zahlmeister Europas vorkommen – tatsächlich profitiert Deutschland von der Schuldenkrise. Denn selten war es so günstig, neue Schulden zu machen – die Zinsen sind auf einen historischen Tiefstand gesunken. Der Bund hat dadurch in den vergangenen drei Jahren rechnerisch mehr als 45 Milliarden Euro gespart.
mehr
IW-Nachrichten
30. Januar 2012
EU-Gipfel: Auf die Schuldenbremsen kommt es an
Wachstum fördern und Schulden begrenzen – diese zwei Dinge müssen die Regierungschefs auf dem aktuellen EU-Gipfel in Brüssel auf der Agenda haben. Weiche Kompromisse wären daher beim angestrebten Fiskalpakt fehl am Platze.
mehr
1 2 3 4 5 ...
Ansprechpartner
Daniel Bendel
Telefon:
0
221 4981 626
zum Profil
PD Dr. Manfred Jäger-Ambrozewicz
Telefon:
0
221 4981-626
zum Profil