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Die gestiegene Lebenserwartung und die geringe Geburtenrate lassen unsere Gesellschaft altern und schrumpfen. Vielen Verantwortlichen fehlt noch immer das Bewusstsein für die Auswirkungen etwa auf die Sozialsysteme. Der demografische Wandel lässt sich zwar nicht mehr stoppen, aber mit einer geeigneten Familienpolitik zumindest verlangsamen.

  

Obwohl der Staat Familien mit etlichen Milliarden Euro jährlich unterstützt, erblicken relativ gesehen deutlich weniger Kinder das Licht der Welt als in anderen Ländern. Gerade gut ausgebildete Frauen mit interessanten Jobs verzichten häufig auf Nachwuchs, weil sich Familie und Beruf nur schwer vereinbaren lassen. Mit einem besseren Angebot an Krippen, Kindergärten und Schulen könnten sich mehr Paare ihren Kinderwunsch erfüllen, ohne für mehrere Jahre aus dem Berufsleben auszuscheiden.

 

Zuwanderer in Deutschland bekommen zwar relativ viele Kinder und bremsen somit die Schrumpfung der Bevölkerung. Doch überdurchschnittlich viele Migranten verfügen nur über ein geringes Bildungsniveau und haben daher wenig Chancen im Berufsleben. Es gilt daher, die politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen auf eine bessere Integration zu richten. Wenn Zuwanderer gut ausgebildet sind, haben auch die Einheimischen etwas davon. Leider stellt die Politik hochqualifizierten Zuwanderern aber häufig Hürden in den Weg, statt ihnen goldene Brücken zu bauen.

 

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