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Christina Anger / Axel Plünnecke

Droht durch den künftigen Akademikermangel eine Abnahme der Konvergenzchancen Ostdeutschlands?

Das Angebot an Akademikern hat eine große Bedeutung für die regionalen Wachstumsperspektiven in Deutschland. Aufgrund des demografischen Wandels wird in den kommenden 15 Jahren mit einer deutlichen Zunahme des demografischen Ersatzbedarfs an Akademikern gerechnet. Die zu erwartende Anzahl an Hochschulabsolventen dürfte deshalb nicht ausreichen, den durch Wachstumsprozesse entstehenden Expansionsbedarf an Akademikern zu decken. Eine Szenariorechnung zeigt, dass ohne Wanderungsbewegungen nach dem Studium die neuen Länder von den demografisch bedingten Engpässen besonders belastet werden. So werden in den neuen Ländern im Zeitraum 2015 bis 2019 rund acht von zehn und im Zeitraum 2020 bis 2024 rund neun von zehn Hochschulabsolventen benötigt, um allein die aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Akademiker zu ersetzen. In den alten Ländern sind hierfür lediglich maximal zwei von drei Hochschulabsolventen nötig, sodass dort bessere Expansionsbedingungen für die Unternehmen bestehen.

 

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Pressemitteilungen
Nr. 30 vom 15. Juni 2010
Akademikermangel: Ab 2020 wird es im Osten eng
In den kommenden 15 Jahren werden in Deutschland annähernd 4 Milli­onen Hochschulabsolventen gebraucht. Dies ist das Ergebnis von Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das dabei sowohl die Auswirkungen der demografischen Entwicklung durch die Verrentung älterer Jahrgänge als auch strukturelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigt hat.
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IW-Nachrichten
19. Januar 2011
Akademische Bildung: Engagement wächst
Rund 2,2 Milliarden Euro investierten Unternehmen in Deutschland im Jahr 2009 in die akademische Bildung. Künftig soll das Engagement für Stipendien, Stiftungsprofessuren, studentische Praktika, duale Studiengänge und Sach- und Finanzspenden an Hochschulen noch wachsen, wie eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zeigt.
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IW-Nachrichten
15. Oktober 2010
Bafög-Erhöhung: Chance verschenkt
Nachdem der Vermittlungsausschuss „Ja“ gesagt hat, ist die Bafög-Erhöhung so gut wie beschlossen. Rund 500 Millionen Euro kostet die Reform. Das bringt für bedürftige Studierende beim Bafög-Höchstsatz 22 Euro mehr. Zu wenig, um auf zeitraubendes Jobben verzichten zu können. Eine wirkliche Reform wäre es gewesen, mit den zusätzlichen Millionen den günstigen staatlich subventionierten Bildungskredit auszubauen.
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IW-Trends - Nr. 2 vom 21. April 2010
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