Michael Grömling / Michael Hüther / Manfred Jäger / Rolf Kroker

Deutschland nach der Krise – Aufbruch oder Depression?

Wirtschaftshistorische Betrachtung und wirtschaftspolitische Leitlinien.

Nr. 55, 2009, 118 Seiten

 

VolltextsucheDie mit Abstand schwerste Rezession der Nachkriegszeit hat in der deutschen Volkswirtschaft tiefe Spuren hinterlassen. Der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts ist mindestens fünfmal stärker als in der bisher schwersten Rezession, welche die Bundesrepublik in der Mitte der 1970er Jahre erlebte. Man muss schon bis zur Großen Depression am Beginn der 1930er Jahre zurückblicken, um in Deutschland einen ähnlich starken Einbruch der Wirtschaftsleistung innerhalb eines Jahres zu finden. Im Frühjahr 2009 stoppte der rasante Absturz der deutschen Wirtschaft, seither geht es wieder langsam aufwärts. Gleichwohl bleiben interessante und schwierig zu beantwortende Fragen:

 

  • Ist die Krise endgültig überwunden?
  • Wie nachhaltig ist der Aufwärtstrend?
  • Droht hierzulande eine längere wirtschaftliche Stagnation wie im Japan der 1990er Jahre nach dem Platzen der dortigen Immobilienblase, oder gleitet
  • Deutschland gar in eine Deflations-Depressions-Spirale ab?
  • Hat das „Geschäftsmodell Deutschland“, gekennzeichnet durch einen hohen Industrieanteil und eine ausgeprägte Weltmarktorientierung, ausgedient?
  • der kann die deutsche Industrie problemlos an alte Erfolgsmuster anknüpfen?

 

Die vorliegende Analyse versucht, auf diese Fragen schlüssige Antworten zu geben. Ausgehend von einer Untersuchung der Großen Depression und des japanischen Deflationsjahrzehnts der 1990er Jahre leitet sie Indikatoren für eine Deflations-Depressions-Checkliste ab, deren zehn Punkte anschließend für Deutschland im Detail überprüft werden. Darüber hinaus werden Megatrends identifiziert, die auch nach der Krise die Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten begünstigen. Schlussfolgerungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik schließen diese Analyse ab. Bestellung

More articles on the topic

1 2 3 4 5 ...
 
iwd
No. 48 from December 2, 2010
Konjunktur: Aufschwung aus eigener Kraft
Die deutsche Wirtschaft ist auf dem besten Weg, die Krise hinter sich zu lassen: Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwartet für 2011 bessere Geschäfte als in diesem Jahr. Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt – ein gutes Drittel der Firmen will Mitarbeiter einstellen.
more
IW-Newsletter
No. 6 from December 1, 2010
IW Economic Forecast Autumn 2010: Economy Shifts from Crisis Mood to Normalcy
The German economy remains in an upbeat mood. In 2010, real GDP will grow by 31/4 percent on average compared to last year. The economy has tentatively returned from crisis to normalcy.
more
iwd
No. 16 from April 21, 2011
Konjunktur: Deutsche Wirtschaft gibt Gas
Deutschland kann in diesem Jahr ziemlich sicher die Einbußen durch die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise wieder wettmachen. Auch im internationalen Vergleich ist das Tempo des deutschen Aufschwungs beachtlich. Andere Länder dürften noch erheblich länger an den Krisenfolgen zu knabbern haben.
more
iwd
No. 11 from March 17, 2011
Konjunktur: Bisher kaum gebremst
Trotz der deutlich gestiegenen Energiepreise und der dadurch höheren Inflation bleiben die Prognosen für die deutsche Wirtschaft günstig. Im Schnitt erwarten die Experten für 2011 ein reales Wachstum von 2,5 Prozent.
more
iwd
No. 3 from January 20, 2011
Branchenkonjunktur: Die Industrie zieht alle mit
Die deutsche Wirtschaft bleibt 2011 auf Wachstumskurs – die Aussichten sind in allen Bereichen freundlich. Am stärksten geht es in der zuvor von der Krise heftig gebeutelten Industrie aufwärts, besonders zuversichtlich sind die Investitionsgüterproduzenten. Auch im internationalen Vergleich präsentiert sich das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland überaus dynamisch.
more
1 2 3 4 5 ...
Contact
Prof. Dr. Michael Grömling
Phone: +49
(0)
221 4981-776
zum Profil
Prof. Dr. Michael Hüther
Phone: +49
(0)
221 4981-600
zum Profil
PD Dr. Manfred Jäger-Ambrozewicz
Phone: +49
(0)
221 4981-626
zum Profil
Dr. Rolf Kroker
Phone: +49
(0)
221 4981-750/751
zum Profil
IW-Analysen - vom October 19, 2009
[ImagePath_HyperLink1]

Scientific series which presents results of recent research and conference papers.

This service is only available in German.

25.5.2011, Chancen und Risiken der Konjunktur
21.11.2011, Der XXL-Aufschwung ist vorbei