Ungeachtet der aktuellen Wirtschaftskrise zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in aufstrebender Form: Von 1998 bis 2008 ist nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen um fast 2,4 Millionen gestiegen. Auch der Anteil der Bevölkerung, der von den Früchten eigener Arbeit lebt, hat sich deutlich erhöht. Der wichtigste Grund dafür ist, dass zuletzt 71 Prozent der Frauen im erwerbsfähigen Alter berufstätig waren oder eine Stelle suchten – 1998 lag ihre Erwerbsbeteiligung erst bei 63 Prozent. Daher waren 2008 weniger Frauen auf das Geld von Angehörigen angewiesen als zehn Jahre zuvor. Dass dagegen 2008 mehr Frauen und Männer von staatlichen Transfers lebten als früher, mag angesichts der verbesserten Arbeitsmarktlage erstaunen. Dahinter steckt jedoch allein ein demografischer Effekt: Im Jahr 1998 waren 62,2 Prozent der Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahre alt, eine Dekade später nur noch 60,6 Prozent. Folglich gab es relativ gesehen mehr Rentner, sprich Transferbezieher. Betrachtet man ausschließlich die 20- bis 65-Jährigen, sank der Anteil der Transferempfänger von 20,6 auf 18,1 Prozent.
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