Am Geld liegt es nicht, dass sich hierzulande zuletzt lediglich 38 Prozent der 19- bis 64-Jährigen für eine berufliche Weiterbildung begeistern konnten. Fast die Hälfte der heimischen Arbeitnehmer ist vielmehr davon überzeugt, dass die eigene Qualifikation vollkommen ausreicht und zieht die Möglichkeit einer beruflichen Fortbildung einfach nicht näher in Betracht. Dabei gibt es handfeste Vorteile – Mitarbeiter, die ihre Kompetenz und ihr Wissen erweitern, senken ihr Arbeitslosigkeitsrisiko und steigern ihr Gehalt. Außerdem verbessern sich die Chancen auf einen Karrieresprung. Dennoch betrachten viele Arbeitnehmer einen Sprachkurs oder eine Qualifizierung zum Meister offenbar nur als nettes Beiwerk – während für die Unternehmen die konsequente berufliche Weiterbildung ihrer Belegschaft dringend notwendig ist: Der demografische Wandel macht die Suche nach hochqualifizierten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt zusehends schwieriger. Wenn die eigenen Mitarbeiter stärker motiviert werden können, sich durch Seminare, Schulungen etc. fit zu halten, lässt sich diese Herausforderung besser meistern.
Wöchentliche Analysen zu wirtschafts-, sozial- und bildungspolitischen Themen.
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