Der Vulkanausbruch in Island hat die Fluggesellschaften hart getroffen. Zwar bewegten sie im vergangenen Jahr weniger als 3 Prozent des gesamten deutschen Exportvolumens von 336 Millionen Tonnen. Da aber vor allem besonders teure Waren per Düsenjet zu den Kunden gelangten, summierte sich die Luftfracht ins Ausland auf fast 13 Prozent des Wertes aller deutschen Ausfuhren von knapp 812 Milliarden Euro; auf der Langstrecke sind es zum Teil sogar 30 Prozent. Dennoch ist die Abhängigkeit der deutschen Exporteure vom Verkehrsmittel Flugzeug geringer als häufig vermutet. Unterm Strich wurden 2009 die meisten Exportartikel – an ihrem Wert gemessen fast 50 Prozent – per Lkw transportiert. Auf innereuropäischen Routen machten die Ausfuhren über die Straße sogar zwei Drittel des Verkaufswertes aus. Im Handel mit anderen Kontinenten dominiert hingegen das Schiff: Zuletzt erreichten, legt man die Rechnungsbeträge zugrunde, mehr als 60 Prozent der an Kunden außerhalb Europas verkauften Waren ihr Ziel auf dem Wasserweg. Auf die Masse der Exportgüter bezogen lag der Anteil der Schiffsfracht sogar über 90 Prozent.
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