Während die Fußballspieler bei der Weltmeisterschaft in Südafrika noch um den goldenen Pokal kicken, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) seine Preise für 2010 schon vergeben: für die beste externe und die beste interne wissenschaftliche Publikation sowie für die beste Kommunikationsleistung innerhalb des IW; jeder Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung für die beste externe Veröffentlichung erhielten Markus Demary und Klaus-Heiner Röhl für ihre Arbeit „Twenty Years after the Fall of the Berlin Wall: Structural Convergence in a Slow-Growth Environment“. Die Studie ist laut Jury – in der die Professoren Juergen B. Donges, Clemens Fuest und Lothar Funk saßen – nicht nur eine „empirisch orientierte und methodisch sorgfältig abgesicherte Studie“, die Forschungsergebnisse „erweitern auch den Kenntnisstand und geben hilfreiche Anregungen für die Wirtschaftspolitik“. Als beste interne Publikation wurde die Arbeit „Soziale Umverteilung in Deutschland“ von Jochen Pimpertz, Nicole Horschel und Christoph Schröder gewürdigt. Die Untersuchung liefere nicht nur einen neuen methodischen Ansatz zur Analyse der Verteilungswirkungen des Sozialstaats, sondern gehe über die Beschreibung des Ist-Zustands hinaus, indem sie „eine fundierte verteilungspolitische Bewertung konkreter wirtschaftspolitischer Vorschläge“ liefere, wie die Jury lobend befand. Den IW-Kommunikationspreis, der für Wissenschaftler oder Projekte vergeben wird, die entscheidend zur öffentlichen Reputation des Instituts beitragen, teilen sich in diesem Jahr zwei Preisträger: „PriMa“ und „JUNIOR“. PriMa ist ein Projekt des IW in Kooperation mit der Unternehmensberatung incon ag und dem Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen. Das Team entwickelt ganzheitliche personalpolitische Konzepte zum Thema Demografiefalle. Unternehmen bekommen damit eine Handlungsanweisung sowie Hilfen, wie sie mit den Folgen einer alternden Belegschaft umgehen können. Bei JUNIOR handelt es sich um ein Projekt, das seit 1994 Jungen und Mädchen dabei unterstützt, eine Schülerfirma zu gründen und ein Jahr lang zu führen. Etwa 50.000 Jugendliche haben bislang bei dieser Initiative mitgemacht.
Wöchentliche Analysen zu wirtschafts-, sozial- und bildungspolitischen Themen.
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