Absolventen

Meist schon recht reif

AbsolventenAuch wenn Bildungspolitiker seit langem daran arbeiten, das Durchschnittsalter der Absolventen zu senken, starten die meisten Jugendlichen nach wie vor recht spät ins Berufsleben: Abiturienten sind im Schnitt schon 20 Jahre alt, Ausbildungsanfänger zählen 19,5 Lenze. Nur die Hochschulabsolventen werden dank der Bologna-Reform langsam jünger.

Schule. Seit vielen Jahren liegt das Durchschnittsalter der Jugendlichen, die mit der allgemeinen Hochschulreife die Schule verlassen, bei gut 20 Jahren. In der Regel haben die Mädchen ihren Abschluss etwas früher in der Tasche als die männlichen Abiturienten. Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf zwölf Jahre wird sich im durchschnittlichen Absolventenalter erst nach 2012 bemerkbar machen.

Berufsausbildung. Auszubildende starten zunehmend später in die Lehre: Im Jahr 2008 zählten sie bei Ausbildungsbeginn im Schnitt 19,5 Lenze, 1993 waren sie noch exakt ein Jahr jünger. Am ältesten sind derzeit die Mediengestalter für Digital- und Printmedien, die ihre Ausbildung mit durchschnittlich 22,7 Jahren beginnen. Die jüngsten Azubis gibt es im Karosserie- und Fahrzeugbau. Bei den meistbesetzten Ausbildungsberufen sind die angehenden Maschinenbauer am jüngsten und die Groß- und Einzelhandelskaufleute, die mit gut 20 Jahren ihre Ausbildung aufnehmen, am ältesten.

Hochschule. Dank Bologna werden Deutschlands Uni- und FH-Absolventen von Jahr zu Jahr ein wenig jünger. Lag das Durchschnittsalter der Erstabsolventen 2003 bei 27,9 Jahren, so verlassen die frischgebackenen Akademiker heute im Schnitt mit 27,5 Jahren die Hochschulen. Bachelors sind mit 25,8 Jahren noch jünger. Weniger effektiv wirkt Bologna bei einem angeschlossenen  Masterstudium: Mit 28,1 Jahren sind die Master sogar älter als traditionelle Absolventen, die durchschnittlich mit 27,8 Jahren ihr Diplom oder Staatsexamen erhalten.

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