Bis Ende des Jahres muss die Regierung aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Hartz-IV-Regelsätze neu berechnen. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen plant in diesem Zusammenhang die Einführung einer elektronischen Bildungs-Card für Hartz-IV-Kinder, die später auch für alle Kinder durch private Spenden zur Verfügung stehen soll.
Die Bildungs-Card könnte Nachhilfe, Schulmaterial und Mittagessen sowie den Besuch von Musikschulen oder Sportvereinen finanzieren und so an die Stelle von Geldleistungen treten. Die Gutscheinlösung ist auch aus ökonomischer Sicht zu begrüßen, da die Treffsicherheit der öffentlichen Förderung erhöht wird und gleichzeitig Eltern eine größere Wahlfreiheit bei der Auswahl von Förderleistungen haben. Dies bestätigen auch Untersuchungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Zudem zeigt eine aktuelle Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, zusätzliche Leistungen für Kinder nicht als Geld- sondern als Sachleistungen zur Verfügung zu stellen.