IW-Nachrichten
 
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9. September 2010
Lohnentwicklung
Niveau außer acht gelassen

Das Statistische Bundesamt meldet, dass die Bruttolöhne in den vergangenen zehn Jahren so langsam gestiegen seien wie nirgends sonst in Europa. Hieraus abzuleiten, ein kräftiger Schluck aus der Lohnpulle wäre eine gute Medizin für die Konjunktur, ist jedoch fahrlässig. Denn außer Acht bleibt, dass das Kostenniveau in der Industrie, die im Mittelpunkt des internationalen Wettbewerbs steht, nach wie vor das weltweit höchste unter den großen Volkswirtschaften ist.

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8. September 2010
Bildung
Unerschlossene Potenziale heben

Rund 85 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Deutschland haben mindestens eine abgeschlossene Lehre, Abitur, einen Abschluss einer Berufsfachschule oder einen akademischen Abschluss. Den anderen 15 Prozent fehlen solche Abschlüsse. Im OECD-Durchschnitt liegt diese Quote bei 28 Prozent.

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8. September 2010
Berufsbildung
OECD würdigt duales System

Die OECD hat in der Studie „Lernen für die Arbeitswelt“ erstmals die Stärken des deutschen Berufsbildungssystems angemessen gewürdigt. Sie lobt das hohe Ansehen, die flexible und arbeitsmarktnahe Qualifizierung, das große Engagement der Arbeitgeber und die stabile Ausbildungssituation selbst während der Wirtschaftskrise.

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8. September 2010
Insolvenzen
Dramatik unangebracht

Die Zahl der Insolvenzen steigt nach wie vor. Gemeldet wurden für das erste Halbjahr 2010 knapp 16.500 Unternehmenspleiten, 2 Prozent mehr als im selben Vorjahreszeitraum. Ein Indikator für die konjunkturelle Lage sind die Insolvenzzahlen jedoch nicht. Die Wirtschaft ist robuster, als es die Zahlen suggerieren.

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1. September 2010
Ökosteuer
Geplante Erhöhung belastet die Industrie

Besonders energieintensive Industriebranchen bekommen Nachlässe bei der Ökosteuer. Dahinter steht der Gedanke, dass die heimische Wirtschaft nicht übermäßig benachteiligt werden soll gegenüber ausländischen Anbietern, die keine derartige Abgabe leisten müssen. Im Gegenzug hatte sich die Industrie zur Absenkung der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Nun jedoch plant die Bundesregierung, die Steuerbelastungen für energieintensive Unternehmen zu erhöhen, um so 1,5 Milliarden Euro mehr einzunehmen.

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31. August 2010
Weltwasserwoche
Wasser – lieb und teuer

Am 5. September beginnt die Weltwasserwoche. Experten treffen sich in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, um zu beraten, wie sich die Qualität des kühlen Nasses weltweit verbessern lässt. Deutschland kann sich glücklich schätzen – es gibt ausreichende natürliche Wasservorräte, und auch die notwendige Infrastruktur ist vorhanden. Allerdings stellt sich hierzulande die Frage nach dem Preis.

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31. August 2010
Luftfahrtindustrie
Viele Jobs in Deutschland

Am heutigen Dienstag startet Airbus die Fertigung von Teilen für den neuen Großraumflieger A350 in Stade. Im deutschen Zentrum für Kohlefaserwerkstoffe entstehen z.B. Rumpfschalen und die Flügeloberseiten, die mit 33 Metern Länge zu den weltweit größten Kohlefaserbauteilen zählen. Zwar arbeiten französische Werke schon länger für das neue Modell, trotzdem geraten die deutschen Standorte keineswegs ins Hintertreffen.

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30. August 2010
Energieszenarien
Niedrigere Preise möglich

Mit einer Reihe von Energieszenarien will die Bundesregierung eine sachliche Basis für ihr geplantes Energiekonzept legen. Die nun veröffentlichte Studie zeigt verschiedene Wege, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren.

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30. August 2010
SPD-Steuerpläne
Aufforderung zum Auswandern

Die SPD möchte den Spitzensteuersatz von derzeit 42 Prozent auf 49 Prozent erhöhen. Die erhofften Mehreinahmen von 5 Milliarden Euro sollen für Bildungsinvestitionen verwendet werden. Leistungsträger dürften derart hohe Steuersätze allerdings kaum ohne Gegenreaktionen schlucken.

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30. August 2010
Offene Stellen
Die Millionen-Grenze überschritten

Im zweiten Quartal 2010 gab es auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt insgesamt 977.000 gemeldete und ungemeldete offene Stellen – das ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Seitdem hat sich die Arbeitskräftenachfrage weiter erhöht. Im August könnte die Zahl der Vakanzen erstmals seit 2008 wieder über eine Million geklettert sein.

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