Auf den Punkt gebracht

zurück

Verkehr

  • Mobilität prägt die moderne Gesellschaft. Vor allem der internationale Luft- und der Seeverkehr wachsen dynamisch. Doch das hat Schattenseiten – der Verkehr produziert Treibhausgase, und die Infrastruktur ist besonders in Europa zunehmend überlastet.
  • Verkehr in Deutschland: Im binnenländischen Personen- und Güterverkehr ist die Straße der dominante Verkehrsträger. Pkws hatten im Jahr 2006 einen Anteil an der Personenbeförderung von 80 Prozent, weitere 7,5 Prozent entfielen auf den Busverkehr. Im Güterverkehr haben Lkws einen Marktanteil von 70 Prozent.
  • Verkehrsentwicklung: Die Zunahme des Personenverkehrs auf der Straße von 1991 bis 2006 entspricht dem 2,25-Fachen der gesamten Personen-Beförderungsleistung der Bahn im Jahr 2006. Auch im Güterverkehr kann die Schiene nicht mithalten: Hier liegt das Verhältnis der Lkw-Transport-Zunahme zur Gesamt-Transport-Leistung bei 1,75.
  • Treibhausgas-Emissionen: Der gesamte binnenländischen Verkehr in Deutschland emittierte im Jahr 2005 knapp 159 Millionen Tonnen Kohlendioxid – knapp 1,5 Prozent weniger als 1991 und gegenüber dem Höchststand von 1999 sogar 12,5 Prozent weniger. Rund 94 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf das Konto des Straßenverkehrs: Im Jahr 2005 waren es gut 150 Millionen Tonnen. Das entspricht in etwa dem Niveau von 1991; im Jahr 1999 produzierte der Straßenverkehr in Deutschland allerdings noch 173 Millionen Tonnen CO2.
  • Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist chronisch unterfinanziert – das gilt sowohl für die Straßen als auch für die Schienenwege und lässt sich an deren Zustand ablesen: Bereits 20 Prozent des Autobahnnetzes und 40 Prozent der Bundesstraßen gelten als eingeschränkt benutzbar – das entspricht der Note „mangelhaft“. Der Zugverkehr wird von mehreren Hundert – genauere Angaben sind von der Deutschen Bahn nicht zu bekommen – „Langsamfahrstellen“ ausgebremst.

 

 

Mehr zum Thema

1 2 3 4 5 6 7
 
iwd
Nr. 33 vom 19. August 2010
 Personenverkehr: Nachfrage stagniert
Das eigene Gefährt ist immer noch der Deutschen liebstes Verkehrsmittel. Mehr als 80 Prozent des Personenverkehrs entfielen 2008 auf Pkws und motorisierte Zweiräder. Doch seit 2004 schrumpfen die Zahlen der Nutzer etwas. Stark aufgeholt hat dagegen die Deutsche Bahn. Die meisten ihrer Passagiere nutzen den Schienennahverkehr.
iwd
Nr. 25 vom 24. Juni 2010
Außenhandel: Kostbare Luftfracht
Der Vulkanausbruch in Island hat die Fluggesellschaften hart getroffen. Zwar bewegten sie im vergangenen Jahr weniger als 3 Prozent des gesamten deutschen Exportvolumens von 336 Millionen Tonnen.
iwd
Nr. 6 vom 11. Februar 2010
Buchtipp: Die Zukunft der Mobilität
 
iwd
Nr. 41 vom 8. Oktober 2009
Straßenverkehr: Von Kosten, die keine sind
Der Staat bittet Kraftfahrer kräftig zur Kasse, zum Beispiel mit Maut und Ökosteuer. Doch die Politik ruft oft nach mehr, da die sogenannten externen Kosten des Straßenverkehrs noch nicht gedeckt seien. Wie hoch solche Belastungen sind, die Autofahrer verursachen, aber nicht selbst tragen, lässt sich jedoch kaum genau bestimmen.
iwd
Nr. 38 vom 17. September 2009
Verkehr: Vorfahrt für den Umweltschutz
Autos sind seit 1990 deutlich umweltfreundlicher geworden. Heute stoßen die Gefährte bis zu 83 Prozent weniger Abgase je gefahrenen Kilometer aus. In Zukunft wird es vor allem darum gehen, die Kohlendioxidemissionen weiter zu reduzieren, etwa durch Innovationen in der konventionellen Antriebstechnik. Der große Schritt zum Elektroauto lässt dagegen noch auf sich warten.
1 2 3 4 5 6 7
Ansprechpartner
Thomas Puls
Telefon:
0
221 4981-766
zum Profil
Auf den Punkt gebracht
[ImagePath_HyperLink1]

Argumentationshilfe zu Themen der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik.