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Direktinvestitionen

  • Fleißige Auslandsinvestoren: Deutsche Unternehmen investierten in den vergangenen Jahren deutlich mehr im Ausland als ausländische Unternehmen hierzulande. Von 2003 bis 2008 flossen 290 Milliarden Euro an Direktinvestitionskapital aus Deutschland ins Ausland, 162 Milliarden Euro kamen von ausländischen Firmen nach Deutschland.
  • Deutsche Auslandsbeteiligungen: Ende des Jahres 2007 waren deutsche Unternehmen an rund 28.900 Firmen im Ausland direkt oder indirekt (zum Beispiel über Beteiligungsgesellschaften oder Holdings) beteiligt. Diese ausländischen Unternehmen beschäftigten 2007 fast 5,5 Millionen Mitarbeiter und erwirtschafteten einen Umsatz von fast 1,8 Billionen Euro.
  • Bevorzugte Investitionsstandorte: Das beliebteste Zielland für die Investitionsaktivitäten der deutschen Unternehmen waren bisher die USA. Dort stecken 22 Prozent des bis Ende 2007 aus unternehmerischen Gründen im Ausland angelegten Kapitals. Weitere bevorzugte Investitionsziele waren das Vereinigte Königreich (14 Prozent des direkt investierten Kapitals), die Benelux-Länder (14 Prozent) und Frankreich (5 Prozent). Die mittel- und osteuropäischen EU-Länder haben dagegen bis heute lediglich knapp 11 Prozent der deutschen Direktinvestitionen abbekommen.
  • Motive für das Auslandsengagement: Laut Unternehmensbefragungen dienen etwa zwei Drittel der Auslandsinvestitionen der Erschließung neuer und der Sicherung bestehender Märkte, das übrige Drittel wird getätigt, um die Kostenvorteile ausländischer Standorte zu nutzen.
  • Arbeitsplatzverlagerung überschätzt: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln wurden bis zum Jahr 2004 nur 120.000 Arbeitsplätze von deutschen Firmen aus Kostengründen in die mittel- und osteuropäischen EU-Länder verlagert. Hinzu kommt: Sind die Auslandsdependancen erfolgreich, macht dies auch in Deutschland die Arbeitsplätze sicherer.
  • Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland willkommen: Stecken ausländische Firmen Geld in deutsche Unternehmen, sichert dies ebenfalls Arbeitsplätze – zum Teil entstehen neue Jobs, und ganz generell belebt der zunehmende Wettbewerb das Geschäft. Wie positiv Auslandsinvestoren wirken können, zeigt sich besonders deutlich in der Wirtschaftskrise 2009. Vermutlich können hierzulande einige Insolvenzen und Schließungen abgewendet werden, weil sich jenseits der deutschen Grenzen ein Geldgeber findet.

 

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