IW-Dossiers
Nr. 2 vom 23. März 2010
Einkommensarmut – die Hauptbetroffenen
Armut trifft hierzulande vor allem Alleinerziehende und Personen mit Migrationshintergrund, weil sie keinen Job haben oder zu wenig verdienen. Kinder haben per se kein erhöhtes Armutsrisiko zu tragen. Wenn die Eltern aber keine Arbeit haben, geht es dem Nachwuchs ebenfalls schlecht. Nicht die Kinder selbst sind somit ein Armutstreiber, sondern der fehlende Job. So gehören 45 Prozent der Kinder, deren Eltern gar nicht oder nur im geringen Umfang erwerbstätig sind, zur ärmeren Bevölkerung. Sind die Eltern dagegen zumindest annähernd vollzeiterwerbstätig, fallen weniger als 3 Prozent der Kinder in die Kategorie der Armen.