10. Februar 2012
Presseschau
Zeitungskürzel:
FAZ = Frankfurter Allgemeine Zeitung • FR = Frankfurter Rundschau • FTD = Financial Times Deutschland • HB = Handelsblatt • KStA = Kölner Stadt-Anzeiger • SZ = Süddeutsche Zeitung • Welt = Welt
|
|
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW)
In einem Kommentar zitiert die SZ eine ältere Stellungnahme des IW zum Bürokratieabbau. „Bürokratieabbau darf sich nicht auf die Durchforstung des bestehenden Regelungsdickichts beschränken, sondern muss die Entstehung neuer überdimensionaler Regelungen verhindern“, heißt es demnach in der IW-Mitteilung.
SZ 4
Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
2009 ging BDI-Präsident Hans-Peter Keitel davon aus, dass die deutsche Wirtschaft erst 2014 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Das Wachstum erholte sich jedoch deutlich schneller als prognostiziert und die Geschäfte liefen in den meisten Branchen bereits im vergangenen Jahr besser als vor der Krise.
HB 6
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Die BDA kritisiert in einer Stellungnahme die geplante Reform der Pflegeversicherung. Es sei unverantwortlich, neue Pflegeleistungen einzuführen, wenn noch nicht einmal die Finanzierung des heutigen Leistungskataloges gesichert sei, heißt es in der BDA-Stellungnahme. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will vor allem die Leistungen für Demenzkranke verbessern und dafür den Beitrag zur Pflegeversicherung erhöhen.
HB 14; Welt 6
In einem Artikel zur Entlassung von Trainer Holger Stanislawski beim Bundesligaclub TSG Hoffenheim, wird auch die Rolle von BDA-Präsident Dieter Hundt beim VfB Stuttgart kritisiert. Hundt mische sich über Gebühr ins operationale Geschäft ein und setze großmannssüchtig auf prominente Namen wie den ehemaligen Trainer Giovanni Trapattoni. FTD 32
Griechenland
Obwohl sich die griechischen Regierungsparteien auf ein neues Sparprogramm geeinigt haben, wollen die EU-Finanzminister ein zweites Hilfspaket vorerst nicht freigeben. Der Verhandlungsstand erfülle noch nicht die Voraussetzungen, die durch den Europäischen Rat beschrieben worden seien, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Die griechische Regierung hat sich unter anderem auf Einschnitte beim Mindestlohn geeinigt. FTD 1
Griechenland-Arbeitslosenquote
Die harten Sparprogramme haben die Arbeitslosenquote in Griechenlang deutlich steigen lassen. Im Dezember lag die Quote bei 20,9 Prozent und damit auf einem neuen Rekordniveau. Die Jugendarbeitslosigkeit ist dabei besonders stark gestiegen. Von den 15- bis 24-Jährigen hatte im Dezember fast die Hälfte keinen Job. Vor der Zuspitzung der Schuldenkrise 2008, lag die Jugendarbeitslosigkeit bei unter 25 Prozent.
FAZ 11
EZB
EZB-Präsident Mario Draghi wehrt sich dagegen, dass die Zentralbank Verluste aus einem griechischen Schuldenschnitt übernimmt. Dies wäre ein unerlaubte monetäre Staatsfinanzierung, sagte Draghi. Die EZB will demnach ihre Staatsanleihen bis zur Fälligkeit halten und auch nicht mit Verlust an den Rettungsschirm EFSF verkaufen.
FAZ 9
EZB-Sicherheiten
Die EZB hat den nationalen Notenbanken des Euro-Raums die Annahme von Einzelkrediten als Sicherheiten erlaubt. Damit sollen die Finanzierungsbedingungen für Banken in Irland, Frankreich, Portugal, Spanien, Österreich und Zypern verbessert werden.
Welt 10
Konsumklima
Das Marktforschungsinstitut GfK rechnet damit, dass der private Konsum im laufenden Jahr wegen der guten Lage am Arbeitsmarkt um einen Prozent zulegt.
Welt 10